Feier in Bad Neuenahr: Fest der guten Laune zieht auch noch nach 39 Jahren

Feier in Bad Neuenahr : Fest der guten Laune zieht auch noch nach 39 Jahren

In Bad Neuenahr lud die Werbegemeinschaft "Aktivkreis" zum dreitägigen Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag ein. Die Veranstalter zogen ein positives Fazit.

Nächstes Jahr gibt es ein Jubiläum bei der Werbegemeinschaft „Aktivkreis“ Bad Neuenahr. Dann nämlich findet das Frühlingsfest des örtlichen Handels zum 40. Mal statt. Ob es dann noch „Fest der guten Laune“ heißt, wird sich zeigen. „Vielleicht denkt man mal über das Konzept nach, auch über den Namen“, meinte Organisatorin Ellen Tappe, als sie am Sonntag ein überaus positives Fazit der drei Festtage zog. Eines wird auf jeden Fall anders werden: Tappe ist im kommenden Jahr nicht die Organisatorin des Festes. Ihre Tätigkeit bei der Landesgartenschau-Gesellschaft lässt das aus Zeitgründen nicht mehr zu.

Gründe, Konzept oder Namen zu ändern, gibt es eigentlich nicht viele, denn Bad Neuenahr war an allen drei Festtagen sehr gut besucht. Vor allem der verkaufsoffene Sonntag zog die Menschen aus einem großen Umkreis an. In den Haupteinkaufsstraßen lockten die Geschäfte mit Rabatten, Vorführungen oder Gewinnspielen. Zahlreiche Glückräder drehten sich und versprachen Gewinne.

„Mindestens 50 Prozent Rabatt auf den Originalpreis“ war an einem Schuhgeschäft zu lesen. Gratis-Hörtests oder Nachlässe auf alle Artikel lockten. Die Einzelhändler, die mitmachten, hatten sich etwas einfallen lassen. Allerdings blieben auch zahlreiche Läden geschlossen, nicht nur Filialisten schlossen Samstagmittag und blieben auch am Sonntag den Feiern fern. Groß war der Andrang an den zahlreichen Werbe- und Verkaufsständen. Stark vertreten waren in diesem Jahr lokale Autohändler.

Der Mix der Anbieter war aber vielfältig. Vereine luden zum Stöbern in Flohmarktartikeln ein, Süßigkeiten lockten die Kinder an, Liköre und Obstbrände die Erwachsenen. Der Lions-Club-Bücherstand war umringt, und bei der Heilbad GmbH gab es lange Schlangen vor dem Glücksrad. Dort gewann jeder, der einmal drehte.

Ebenfalls präsent war das Thema Gesundheit und Fitness bis ins hohe Alter. Aber auch die Telefonseelsorge präsentierte im 40. Jahr ihres Bestehens ihre Arbeit und warb um Mitstreiter.

Gut aufgestellt zeigte sich die Gastronomie. Vor den Cafés und Restaurants vor allem in der Fußgängerzone Poststraße war es schwer, einen Sitzplatz zu bekommen. Dazu lockten Imbiss- und Getränkestände mit Spießbraten, Nierengulasch oder frischer Erdbeerbowle.

Beim Kreuzbund gab es reichlich Kaffee und Kuchen, gleich nebenan wurde Zuckerwatte frisch zubereitet und verschenkt. Und im Kaufhaus Moses drängelten sich die Menschen wie vor den Weihnachtstagen durch die Gänge. Mittelpunkt des Geschehens war der Platz an der Linde, dort lockten Speisen, Getränke, vor allem aber ein lockeres Bühnenprogramm. „Kölsche Tön“ gab es sowohl am Eröffnungs- als auch am Schlusstag vom „Kölsche Jung vun der Ahr“ zu hören. Am Samstagabend luden „Cover Colonia“ zum Tanz ein, am Sonntag ließ Frank Heinen seine Wersi-Orgel ertönen und bat ebenfalls zum Tanz.

Der Posaunenchor der evangelischen Kirche und der „Chor unterwegs“ ernteten am Samstag viel Beifall, was aber auch für die Vorführungen der Fünkchen und Funken der Neuenahrer KG Schinnebröder galt. Karneval geht eben immer, auch nach der närrischen Zeit.

Am Sonntag zogen zudem Saxofonist Jonas Röser und Bassist Johannes Nebel durch die Straßen und sorgten auf dem gesamten Festgelände für jazzige Töne. Natürlich dachte der Aktivkreis auch an die Kinder. Viele von ihnen sah man mit bunt geschminkten Gesichtern durch die Straßen laufen.

Und auf der Kleinen Bühne im Kurpark gab es am Samstag extra fürs Gute-Laune-Fest ein Kinderkonzert mit dem Entertainer Holger Queck, der die Kinder und auch zahlreiche Senioren als „Käpt’n Holi“ mit auf eine Reise rund um die Welt nahm. Mitsingen der Kinderlieder war beinahe Pflicht und wurde von allen Besuchern auch fleißig zelebriert. Fazit von Akteuren und Besuchern: Das Fest der guten Laune hat auch nach 39 Jahren seine Attraktivität nicht verloren.

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