Fahrer (20) wird in Lohmar aus Auto geschleudert - durch Beifahrertür

Fahrer (20) wird in Lohmar aus Auto geschleudert - durch Beifahrertür

Ein junger Mann aus Neunkirchen-Seelscheid erlitt am Montagabend bei einem Unfall auf der L 288 in Lohmar schwerste Verletzungen.

Lohmar. "Auf den letzten Drücker" hat laut Polizei am Montagabend gegen 19 Uhr ein 20 Jahre alter Autofahrer aus Neunkirchen-Seelscheid versucht, mit seinem Fiesta die Kreuzung am Krewelshof in Lohmar zu überqueren.

Als er über die L 288 hinweg in Richtung der Straße "An der Burg Sülz" fahren wollte, kam es zum Zusammenstoß mit gleich zwei Fahrzeugen. Der 20-Jährige zog sich schwerste Verletzungen zu.

Bei dem Versuch die Kreuzung zu überqueren, hatte der Mann aus Neunkirchen-Seelscheid einen 47 Jahren alten Kölner übersehen, der mit einem Chrysler PT Cruiser auf der L 288 von Lohmar-Donrath in Richtung Rösrath unterwegs war.

Durch die Kollision der beiden Fahrzeuge wurde der Fiesta gegen einen Audi Sportkombi geschleudert. Dieser hatte in der Straße "An der Burg Sülz" an der Kreuzung vorschriftsmäßig gewartet. Der Fahrer des Chryslers kam laut Polizei glücklicherweise ebenso mit dem Schrecken davon, wie der 63-jährige Hennefer, der den Audi gesteuert hatte.

Nach Lage der Spuren wurde der Fiesta-Fahrer laut eines Polizisten durch die Wucht des Aufpralls aus der Beifahrertür geschleudert und erlitt dabei schwerste Verletzungen. Art und Schwere der Verletzungen ließen für den Polizisten den Schluss zu, dass der Mann nicht angeschnallt gewesen war.

Zwischenzeitlich war ein Rettungshubschrauber auf der Wiese vor dem Krewelshof gelandet. Dennoch wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungswagen in die Unfallklinik nach Köln-Merheim gebracht. Der Hubschrauber flog ohne Patient zurück zu einer Basis am Köln/Bonner Flughafen.

Der Verkehr wurde an der Unfallstelle ohne größere Behinderungen vorbei geleitet, während Experten des Unfallaufnahmeteams die Spuren vor Ort sicherten.

Ob des Unfalls wiederholte eine Anwohnerin ihren Appell an die Politik: "Wir fordern seit langem, dass an dieser Stelle eine Ampel oder ein Kreisverkehr errichtet werden muss." Bislang sei das Projekt trotz Gesprächen mit dem Bürgermeister nicht vorangekommen, kritisierte die Frau am Unfallort.

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