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Stadtlogo für Sankt Augustin: Empfehlung einer Marketing-Agentur stößt auf geteiltes Echo

Stadtlogo für Sankt Augustin : Empfehlung einer Marketing-Agentur stößt auf geteiltes Echo

Neu soll es sein, griffig und schön, einprägsam und vor allen Dingen soll es Aufmerksamkeit auf die Stadt lenken. Sankt Augustin will sich im Zuge des eingeleiteten Stadtmarketingprozesses ein neues Logo geben.

Dazu hat die beauftragte Marketing-Agentur nun ihren Vorschlag gemacht und eine Empfehlung abgegeben, die sie den Fraktionen bereits vorgestellt hat.. Hauptbestandteil ist eine blaufarbene Sprechblase, darin der Slogan in weißer Schrift: "Sankt Augustin - Wieso, Weshalb - Darum!". Das Logo lässt sich auf verschiedene Weise mit einer Sprechblase in der Sprechblase, auch farblich, variieren. Die Marketingstrategen bezeichnen es als selbstbewusst und im Wortsinn "merkwürdig".

Das scheint es auch zu sein, denn das entworfene Logo stößt in den Fraktionen nicht auf ungeteilte Zustimmung. CDU-Fraktionschef Georg Schell indes hält es immerhin für "einen interessanten Vorschlag", den man nicht von vornherein ablehnen sollte. "Wir werden das erst mal in der Fraktion beraten, bevor wir uns ein abschließendes Urteil erlauben."

"Das ist in der Tat ein merkwürdiges Logo", meint Carmen Schmidt vom Aufbruch. Der Text solle wohl an das Lied "Wer nicht fragt, bleibt dumm!" aus der Sesamstraße erinnern. Doch während dort mit einer vernünftigen Antwort gerechnet werden könne, laute in diesem Fall die patzige Antwort "Darum!". "Diese Antwort ist nicht selbstbewusst, sondern arrogant und dumm", so Schmidt. "Sehr mutig", sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende Stefanie Jung.

Das Logo sei aber sehr gewöhnungsbedürftig. Sie wisse nicht, ob das der Stadt so gut tue. "Eine verrückte und schlechte Idee", meint SPD-Kollege Marc Knülle. Für die Grünen, die die Entwicklung eines neuen Stadtlogos angestoßen hatten, sei es zwar ein guter Ansatz. "Wir haben aber deutliche Vorbehalte in der Fraktion. Der Slogan ist sicher zu gewagt", sagte Fraktionschef Martin Metz.

In einer der kommenden Hauptausschusssitzungen soll der Vorschlag nun beraten werden.