Stadtrat beschließt Machbarkeitsstudie: Eine Hängebrücke für Ahrweiler

Stadtrat beschließt Machbarkeitsstudie : Eine Hängebrücke für Ahrweiler

Es soll einer Idee aus den Reihen der Ahrweiler Gästeführer nachgegangen werden: Das Adenbachtal könnte in Zukunft möglicherweise eine Hängebrücke überspannen.

Der Rat der Kreisstadt schloss sich außerdem einstimmig den Resolutionen von Kreistag und Verbandsgemeinderat Altenahr gegen die Pläne der Bahn, den Verkehr der Ahrtalbahn zwischen Remagen und Bonn auszudünnen, an. Das Gremium stellte jedoch auch zusätzliche Forderungen: So müsse mit Blick auf die Landesgartenschau der Personenverkehr auf der Schiene noch auf ein drittes Zugpaar pro Stunde ausgeweitet werden. Dies auch unter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten für den Tourismus.

Hängebrücke: Eine Hängebrücke im Ahrweiler Adenbachtal könnte eine zusätzliche Attraktion für die Landesgartenschau 2022 werden. Die Idee stammt aus den Reihen der Ahrweiler Gästeführer und wurde von der CDU-Fraktion auch mit dem Verweis auf den Erfolg der Geierlay-Brücke im Hunsrück eingebracht. Dies mit dem Hinweis zur Klärung von juristischen Voraussetzungen, Kosten, Förderungen und Refinanzierungen. Der Rat beschloss die Durchführung einer Machbarkeitsstudie bis zu den Etatberatungen 2019 und stellte Haushaltsmittel von maximal 10 000 Euro dafür zur Verfügung.

Dienstfahrräder: Drei Diensträder sowie einen Elektroroller hat das Rathaus bereits für Dienstfahrten. Das könnten per Antrag der SPD-Fraktion mehr werden. Denn die jüngste Aktion „Stadtradeln“ (der GA berichtete) hatte gezeigt, dass es auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt breiten Konsens in der Politik gibt. So beschloss der Rat einen Prüfauftrag, einen Bedarf an zusätzlichen Diensträdern zu ermitteln, und die Möglichkeit, dass diese auch privat genutzt werden können, mit dem Landesrechnungshof zu erörtern.

Förderzusagen sind abzuwarten

Modellprojekt: Auf dem städtischen Grundstück an der Schützenstraße neben Sankt Pius soll ein integratives und inklusives Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung zusammen mit der Errichtung von drei zusätzlichen Kita-Gruppen entstehen. Der Rat beschloss den Verkauf an Investor Kay Andresen für 630 000 Euro.

Dies unter der Auflage, dass die in dem Sechs-Millionen-Euro-Projekt – in dem neben Inklusion auch Mehrgenerationenwohnen stattfinden soll – befindlichen Kita-Einheiten für rund 1,36 Millionen Euro inklusive Anteil am Grundstück wieder ins Eigentum der Stadt übergeben werden. Bedingung ist außerdem, dass Landes- und Kreiszuschüsse von mindestens 860 000 Euro in Aussicht gestellt werden. Dito die Bereitstellung von entsprechenden Haushaltsmitteln für 2018 und 2019. Quer durch die Fraktionen wurde das Projekt begrüßt.

Bürgermeister Guido Orthen sprach jedoch von einem „bedingten Ja“, da es gelte, die Förderzusagen abzuwarten: „Wir können froh sein, wenn das Projekt 2018 beginnt.“ Für die CDU sprach Annette Gies von einem „Projekt, dass von innovativem Querdenken zeugt“, da dort „generationenübergreifend geplant, aber auch eine moderne Form des Wohnens umgesetzt werden soll“.

Renate Schmitt fand für die SPD: „Wir haben das große Glück, einen Investor gefunden zu haben, der es ermöglicht, behinderten und nichtbehinderten Menschen Wohnraum zu bieten, in Gemeinschaft leben zu können und den Alttag zu teilen. Dazu erhalten wir noch eine Kita, die wir dringend brauchen, um die Bedarfe zu decken.“ Klaus Beu (FWG) anerkannte den „Mut, ein solches Projekt anzupacken“ und dankte der Kita gGmbH dafür, die Trägerschaft für die drei zusätzlichen Gruppen des Pius-Kindergartens übernehmen zu wollen. Er sah zudem Synergieeffekte für die Außenanlagen und eine sinnvolle Nutzung des städtischen Grundstücks.

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