Bad Neuenahr-Ahrweiler: Ein Kreisel als neues Entrée

Bad Neuenahr-Ahrweiler : Ein Kreisel als neues Entrée

Der Technische Beigeordnete Detlef Koch sprach am Montag von einer der bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen der Kreisstadt: Der schienengleiche Bahnübergang an der Hauptstraße/Heerstraße soll verschwinden. Damit einher soll eine völlige Neugestaltung des östlichen Ortseingangs gehen.

8,6 Millionen Euro sind für das Projekt, das vermutlich im Jahre 2015 begonnen und 2017 beendet sein wird, veranschlagt. In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG und dem Bund soll mit der Maßnahme erreicht werden, dass die Schranken abgebaut werden können und der Verkehr ungehindert fließen kann. Bekanntlich bilden sich derzeit wegen der Ahrtalbahn lange Staus und lange Wartezeiten.

An den Kosten werden daher beide beteiligt. Je ein Drittel entfallen auf die Stadt, auf die Bahn und auf den Bund. Im Rathaus der Kreisstadt rechnet man damit, dass das Land zum Eigenanteil der Stadt (rund drei Millionen Euro) Zuschüsse in Höhe von etwa zwei Millionen gewähren wird, so dass schlussendlich eine Million Euro aus dem Etat der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in die Maßnahme einfließen werden.

Nicht nur die Schranke am Ortseingang der Kurstadt soll demontiert werden, auch die Ampelanlage. Statt dessen ist an den Bau eines Kreisels gedacht. Bereits seit drei Jahren gibt es die Pläne zur völligen Neugestaltung des Entrées der Stadt. Nun will man Nägel mit Köpfen machen und das erforderliche Baurecht schaffen.

Dies wird nicht ganz ohne private Beteiligung gehen, zumal zur Realisierung des Mammutprojektes auch Flächen des Mineralwasserherstellers Apollinaris benötigt werden. Insgesamt sieht der Plan vor, die Hauptstraße parallel zu den Schienen weiter nach Osten zu führen. In Höhe des Apollinarisbrunnens soll es dann Auf- und Abfahrtsrampen auf die B 266 geben. Für Fußgänger soll eine Unterführung an der jetzigen Schranke geschaffen werden.

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