Feierstunde im Ahrweiler Kreishaus: Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler für drei Organisationen

Feierstunde im Ahrweiler Kreishaus : Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler für drei Organisationen

Kreisbeigeordneter Horst Gies würdigte das Engagement von Lebenshilfe, „Rhein-Meile aktiv“ und des Steinhauervereins: Die drei Organisationen wurden bei einer Feierstunde im Kreishaus mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet.

Feierstunde am Dienstagabend im Ahrweiler Kreishaus. Drei Organisationen aus dem Kreisgebiet wurden mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet. Diese wird per Kreistagsbeschluss seit 1985 verliehen. Kreisbeigeordneter Horst Gies übergab die Plaketten an Ulrich van Bebber für die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler, an den Remagener Bürgermeister Herbert Georgi als Vorsitzenden des Zusammenschlusses „Rhein-Meile aktiv“ und an Norbert Kraus als Vertreter des Steinhauervereins Weibern. In seinen Laudationes würdigte Gies das Wirken der einzelnen Organisationen.

Lebenshilfe: So macht sich die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler seit mehr als drei Jahrzehnten mit aktuell 250 Mitgliedern als Interessenvertreter und Dienstleister für Menschen mit Behinderung im Kreis Ahrweiler stark. Gies: „Dabei steht an erster Stelle sicherlich das Lebenshilfehaus in Sinzig. Die Eröffnung dieses stationären Wohnangebots mit rund 40 Plätzen vor fast 25 Jahren war einer der großen Meilensteine in der Geschichte der Kreisvereinigung.“

Aber auch die weiteren Angebote des betreuten Wohnens, der Kinderfrühförderung und die begehrten Ferienfreizeiten zeigten, dass die Lebenshilfe ein engagierter und kompetenter Partner für die Betroffenen sei. „Sie stehen wie kaum eine andere Institution in unserem Kreis Ahrweiler für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung“, sagte der Kreisbeigeordnete.„Rhein-Meile aktiv“: Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ betreiben Remagen, Sinzig und Bad Breisig als „Rhein-Meile aktiv“ seit 2003 aktives Standort- und Wirtschaftsmarketing.

Steinhauerverein wahrt Tradition des Steinmetzhandwerks

Zu dem Bündnis zählen neben den drei Kommunen die Werbegemeinschaften „Remagen mag ich“, die Aktivgemeinschaft Sinzig und die Werbegemeinschaft Bad Breisig sowie der Rhein-Ahr-Campus. „Seit seiner Gründung hat der Verein viele Projekte und Aktionen im kulturellen und touristischen Bereich umgesetzt“, sagte Gies und nannte stellvertretend die Nordic-Walking-Routen, den gemeinsamen Schwimmbad-Pass – der Vergünstigungen für die Schwimmbäder in Bad Bodendorf, Bad Breisig und Remagen bietet –, den „Längsten Weihnachtmarkt an der Rheinschiene“ oder auch das Engagement bei Wandertagen des General-Anzeigers. Auch habe sich der Verein beim Rheinland-Pfalz-Tag 2008 in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie bei der Bundesgartenschau vor sieben Jahren in Koblenz präsentiert und damit eine „interkommunale Visitenkarte“ als Botschafter des Kreises Ahrweiler abgegeben. Das hörten auch die Bürgermeister Bernd Weidenbach (Bad Breisig), Andreas Geron (Sinzig) sowie Bad Breisigs Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch gern.

Steinhauerverein: Letzter im Bunde war der Steinhauerverein Weibern. Dieser habe es sich seit 1994 zur Aufgabe gemacht, die Traditionen des historischen Steinmetzhandwerks zu bewahren. Weiberner Tuff werde als Naturwerkstein weit über die Region hinaus geschätzt, sagte Gies: „Selbst im hohen Norden, wie beispielsweise für die Landungsbrücken im Hamburger Stadtteil Sankt Pauli und im Dom zu Ribe in Dänemark, wurde er verwendet. Aber auch im Bonner Münster und in der Basilika Maria Laach setzten die Kirchenbauer Weiberner Tuff ein.“ Mit seinen mehr als 100 Mitgliedern, die zum Teil auch aus dem angrenzenden Ausland kommen, sei der Steinhauerverein der größte Vertreter der Steinmetzkunst im Kreis Ahrweiler.

Neben Tuffsteinfest und Tuffsteinmuseum nannte Gies als herausragendes Beispiel für die Arbeit des Vereins die jüngste Restaurierung der Weiberner Mariensäule: „In mehr als 400 Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurde die Mariensäule restauriert und auf ihrem alten Podest in der Dorfmitte wieder aufgebaut. Die Mitglieder des Steinhauervereins haben mit ihrem Einsatz einen wahren Schatz auf dem Weiberner Dorfplatz erhalten.“ Eine Aktion, der auch Brohltal-Bürgermeister Johannes Bell Anerkennung zollte. Umrahmt wurde die Feierstunde, an der auch Mitglieder des Kreistages und etliche Delegierte der Organisationen teilnahmen, von einem Ensemble der Bigband des Peter-Joerres-Gymnasiums.