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Diebe robben ins Juweliergeschäft

Diebe robben ins Juweliergeschäft

Vier Unbekannte stehlen Uhren und Schmuck im Wert von mehreren 100 000 Euro in Bad Godesberg - Täter lassen Vorschlaghammer zurück - Zeugin alarmiert die Polizei

Bad Godesberg. Blitzeinbrecher müssen anscheinend vielseitig sein: Das hat ein Quartett am Donnerstag um 4.15 Uhr in der Alten Bahnhofstraße in Bad Godesberg vorgeführt. Rose-Marie Schrottka, Inhaberin des gleichnamigen Juweliergeschäfts, hat sich den Einbruch in ihren Laden von einer Zeugin schildern lassen: Die Täter hebeln das Rollgitter gerade so weit hoch, dass sie in den Vorraum robben können. Dann vollzieht sich alles in Windeseile. Mit einem Vorschlaghammer zertrümmert ein Täter die Scheibe der Eingangstür, im Sturm geht es ins Geschäft.

Den weiteren Tathergang schildert Rose-Marie Schrottka aus eigener Erfahrung: Fünf Vitrinen gehen zu Bruch. Die Täter raffen Uhren der Marken Rolex, Tudor, Breitling, Heuer und Ebel zusammen, dazu wertvollen Schmuck - alles im Wert von mehreren 100 000 Euro - und verschwinden ebenso rasch, wie sie gekommen und eingebrochen sind.

Die Täter müssen tatsächlich sehr schnell gewesen sein. Die Zeugin sieht sie bereits vor dem Einbruch und alarmiert die Polizei während des Einbruchs. Doch die trifft zwar noch während des Telefonats mit der Zeugin in der Alten Bahnhofstraße ein, findet aber neben Einbruchspuren lediglich den Vorschlaghammer. Die Einbrecher sind weg.

Die vier dunkel gekleideten jungen Männer flüchten zu Fuß über die Rheinallee aufs Gelände des Clara-Fey-Gymnasiums. Trotz der umfangreichen Fahndung und des Einsatzes eines Diensthundes entkommen die Täter. In der Nähe des Tatorts findet die Polizei Werkzeug und Kleidungsstücke, die die Einbrecher vermutlich auf der Flucht weggeworfen haben.

Der Diebstahl in der Alten Bahnhofstraße ist nicht der erste Blitzeinbruch in der Bad Godesberger Innenstadt. Anfang des Jahres werfen Unbekannte die Scheibe der Eingangstür eines Telefonladens mit Pflastersteinen ein und räumen das Geschäft leer. Im Oktober 2000 kommt es kurz hintereinander zu zwei Blitzeinbrüchen in der Michaelpassage. Unbekannte stehlen in beiden Fällen hochwertige Kleidung. Am 15. November 1999 bricht ein Quartett in ein Juweliergeschäft an der Alten Bahnhofstraße ein. Beute: Schmuck im Wert von 100 000 Mark. Die Versicherung setzt eine Belohnung von 45 000 Mark aus, doch die Täter bleiben unbekannt.

Der letzte Einbruch im Juweliergeschäft Schrottka liegt 25 Jahre zurück. Erst vor gut einem Jahr hat Rose-Marie Schrottka das neue Rollgitter montieren lassen. Doch es hat der Gewalt der Einbrecher nicht standgehalten.

Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter (02 28) 15 0.