Der Einbrecher steckte im Spind

Der Einbrecher steckte im Spind

Diensthund Sammy spürte 27-Jährigen im Keller auf - Beueler Feuerwehr schlug Alarm

Beuel. (stu) Der guten Nase eines belgischen "Kollegen" verdankt es die Bonner Polizei, dass sie in der Nacht zum Mittwoch einem Einbrecher so schnell auf die Schliche kam. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der Alarmruf gegen 1.40 Uhr bei der Einsatzleitstelle eingegangen: Im Beueler Gerätehaus an der Königswinterer Straße werde gerade eingebrochen, teilte die Feuerwehr mit. Die Beamten mehrerer Streifenwagen, die kurz darauf am Ort des Geschehens eintrafen, umstellten das Haus und suchten die Umgebung ab. Dabei entdeckten sie am Nachbargebäude ein aufgebrochenes Kellerfenster, aus dem Geräusche zu vernehmen waren.

Nachdem der Einsatzleiter einen Hundeführer als Verstärkung angefordert hatte, begannen die Beamten, das Gebäude zu durchsuchen. Doch der siebenjährige Diensthund Sammy hatte die bessere Nase. Der belgische Schäferhund entdeckte den Einbrecher in einem Spind, wo er sich vor der Suchmannschaft versteckt hatte, und verbellte ihn. Während Sammy seine Belohnung verspeiste, wurde der 27-Jährige Eindringling ins Polizeigewahrsam gebracht.

Uniform angezogen

Aus seiner Vernehmung und den Spuren hat die Polizei folgenden Tathergang rekonstruiert: Der 27-Jährige hatte zunächst die Tür zur Fahrzeughalle der Wehr aufgebrochen und sich aus einem der Fahrzeuge ein Beil und eine Feuerwehruniform geholt. Die Uniform zog er an, mit dem Beil zertrümmerte er das Kellerfenster eines Nachbargebäudes und kletterte hinein. Im Kellergeschoss brach er mehrere Räume und Schränke auf, in einer Geldkassette fand er eine größere Menge Bargeld.

Bei seiner Festnahme trug der Mann die gesamte Beute noch bei sich. Außerdem hatte er einen Schlüssel in der Tasche, der aus einem Einbruch vor 14 Tagen in dasselbe Gebäude stammte. Angesichts der vielen Beweise legte der 27-Jährige, was den Einbruch am Mittwoch angeht, ein Geständnis ab. Er war übrigens nach einem Hafturlaub nicht mehr ins Rheinbacher Gefängnis zurückgekeht. Jetzt sitzt er dort wieder hinter Gittern.

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