Das kindliche Staunen über unsichtbare Kräfte

Das kindliche Staunen über unsichtbare Kräfte

Auf einem Schiff, das derzeit in Bonn vor Anker liegt, können Besucher Leben und Denken Albert Einsteins entdecken

Bonn. "Den Blick in die Unendlichkeit wagen" steht über einem in die Wand eingelassenen Guckloch. Wenn man ihn wagt und seinen Kopf in die Aussparung schiebt, verliert man kurzzeitig das Gefühl für den Raum.

Durch das geschickte Anbringen von Spiegeln wähnt man sich in einem nicht enden wollenden Raum voll Licht und Glas, in dem einem immer wieder das eigene Gesicht begegnet.

Diese faszinierende Täuschung bildet den Anfang der Wissenschaftsausstellung auf der MS Einstein. Das Schiff, das auf Deutschlands großen Flüssen unterwegs ist, liegt zurzeit in Bonn vor Anker. In seinem Bauch befindet sich eine Ausstellung über den Menschen Einstein und sein Werk, die die Initiative "Wissenschaft im Dialog" anlässlich des Einstein-Jahres organisiert.

Spielerisch soll hier Wissen vermittelt werden und so kann man als Astronaut per Bildtelefon kommunizieren, mit Lichtgeschwindigkeit durch eine Stadt brausen und sein eigenes Möbiusband basteln. Technisch und doch geheimnisvoll wirkt der Hauptraum: die Wände sind metallisch schwarz und mit Schnüren bespannt, an der Decke hängen Metallgestelle, die mit Jahreszahlen versehen sind: Stationen aus dem Leben Einsteins.

Man bewegt sich von einer Tafel, die die Geburt Albert Einsteins verkündet, zu dem ersten großen Eckpunkt: "1884. Das kindliche Staunen über unsichtbare Kräfte." Hier ist Albert fünf Jahre alt und einige Schritte weiter erfährt man, über was er so ins Staunen geriet: ein Kompass weckt seinen Wunsch, die Welt um sich herum begreifen zu können.

Dieser Drang wird sein Leben bestimmen, das man auf den nun folgenden Metern beschreiten kann.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Mittwoch in der Zeit von 10 bis 19 Uhr am KD-Anleger 2 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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