CDU-Kreisparteitag in Dernau: Das ist das Wahlprogramm der CDU in Ahrweiler

CDU-Kreisparteitag in Dernau : Das ist das Wahlprogramm der CDU in Ahrweiler

Die CDU im Kreis Ahrweiler hat ihr Programm für die Kommunalwahl am 26. Mai vorgestellt. Das Motto lautet „Heimat. Gemeinsam. Gestalten“. Die Christdemokraten wollen unter anderem 500 zusätzliche Kindergartenplätze schaffen.

Mit einem dreiseitigen Kreistags-Wahlprogramm geht der CDU-Kreisverband Ahrweiler in die Kommunalwahl am 26. Mai. Das beschloss der Kreisparteitag in Dernau am Donnerstagabend einstimmig. „Das ist das, wofür wir politisch stehen und was wir in den kommenden fünf Jahren im Kreis Ahrweiler umsetzen wollen“, betonte der Kreisvorsitzende Horst Gies vor 160 Christdemokraten aus allen Ortsverbänden des Kreises. Das Motto lautet „Heimat. Gemeinsam. Gestalten“.

Gies erläuterte, was darunter zu verstehen sei. So gebe es im Bildungsbereich für die CDU keinen Unterschied zwischen Stadt und Land, und man wolle weitere 500 Kitaplätze schaffen. Smartboards, Tablets, Wlan und der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Medien gehörten heutzutage in jede Schule, aber auch attraktive Sporthallen und Schwimmunterricht. „Deshalb war für uns der 1,1-Millionen-Euro-Kreiszuschuss für das Twin in der Kreisstadt wichtig“, so Gies.

Doch auch die Senioren sollen im Kreis gut leben und sich wohlfühlen, so Gies weiter. Dazu zählten insbesondere umfassende stationäre und ambulante Angebote für pflegebedürftige Menschen, eine flächendeckende medizinische Versorgung und generationenübergreifende Angebote, ein Miteinander von Jung und Alt. „Besonders wichtig ist, dass auch in Zukunft jeder einen Hausarzt sowie Fachärzte findet, gerade im ländlichen Raum die neuen Möglichkeiten der Telemedizin genutzt werden sowie die Krankenhäuser in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen, Adenau und die Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation in Burgbrohl auf Dauer bestehen.“

Gleiche Chancen für Stadt und Land stehen ebenfalls im Programm. Das Alltagsleben mit Einkaufen, Arztbesuchen und Freizeitaktivitäten und allem, was zum Leben dazugehöre, müsse auf dem Land ebenso möglich sein wie in der Stadt. Deshalb müsse der Kreis auch weiter mit Zuschüssen für einen gerechten Ausgleich zwischen Dörfern und Städten sorgen.

Schutz vor Hochwasser und Starkregen verstärken

Ein weiteres Ziel sei, dass die Menschen im Kreis gute und krisenfeste Arbeit finden. „Deshalb werden wir weiter alles daran setzen, unseren Mittelstand mit Gewerbe und Handwerk, Hotellerie und Gastronomie sowie unsere Winzer und Landwirte zu unterstützen“, betonte Gies. Mit einer Standortkampagne wolle man die Stärken des Kreises auch überregional herausstellen und für Investoren lukrativ gestalten.

Der CDU lägen weiterhin Vereine ohne Nachwuchssorgen, Feuerwehren mit vielen freiwilligen Helfern sowie lebendige Dorfgemeinschaften am Herzen. Deshalb plane man eine hauptamtliche Beratungsstelle in der Kreisverwaltung, die das Ehrenamt unterstützen soll.

„Wir wollen sauberes Wasser, gesunde Böden und gute Luft“, führte Gies weiter aus. „Und wir wollen, dass die Energiewende ein Erfolg wird. Deshalb werden wir gemeinsam mit Kreis, Kommunen und Bürgern daran arbeiten, Strom und Wärme vollständig aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, die E-Mobilität auszubauen und die Ahrtalbahn zu elektrifizieren.“

Außerdem werde man den Schutz vor Hochwasser und Starkregen durch Renaturierung verstärken und das Großprojekt Obere Ahr/Hocheifel weiter vorantreiben. Die neuen Abfallregelungen seien ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. „Weniger Abfälle, Wertstoffe nutzen, Energie einsparen und neue Energie gewinnen – das ist für die CDU ein zentrales Anliegen“, so Gies

Im Verkehrsbereich wollen sich die Christdemokraten für gute Bus- und Bahnverbindungen, einen reibungslosen Schülerverkehr, Straßen ohne Schlaglöcher und schnelle Verbindungen in Stadt und Land einsetzen. Dazu gehörten insbesondere der Lückenschluss der A 1 und überfällige Entlastungsstrecken in Lohrsdorf, Bad Bodendorf, Bad Breisig und Esch. Auch auf den Landesstraßen bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. Unternehmen, Schulen und Bürger benötigten zudem zukunftsfähige Netze. Deshalb werde man den Ausbau der 5-G-Netze im Mobilbereich unterstützen.

„Wir wollen, dass die Polizei wieder deutlich öfter und rund um die Uhr in den Städten und den Dörfern unterwegs ist. Deshalb setzen wir uns beim Land für mehr Polizisten ein“, fuhr Gies fort. Sicherheit gebe es aber nicht zum Nulltarif. Die CDU setze sich deshalb dafür ein, dass die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen immer gut ausgebildet und ausgestattet seien. Dazu gehörten moderne Fahrzeuge für die Feuerwehr sowie moderne Feuerwehrhäuser und Rettungswachen.