Kreis Ahrweiler: CDU sagt Motorradlärm den Kampf an

Kreis Ahrweiler : CDU sagt Motorradlärm den Kampf an

Der Kreis Ahrweiler soll einem Aktionsbündnis beitreten. Zahlreiche Beschwerden zeigen den Handlungsbedarf auf.

. Die Belastung der Bevölkerung durch Motorradlärm ist auch im Kreis Ahrweiler in vielen Orten ein großes Problem. „In den vergangenen Monaten sind viele Beschwerden von Bürgern über zu aggressives und lautes Fahren von Zweirädern bei uns vorgetragen worden, beispielsweise aus Kesseling, Lind oder den Orten rund um den Nürburgring“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Sundheimer. Der Motorradlärm habe ein Maß angenommen, das nicht mehr hinnehmbar sei.

Die CDU-Kreistagsfraktion hat daher jetzt beantragt, das Thema Beitritt des Kreises Ahrweiler zum Aktionsbündnis „Silent Rider - Initiative gegen Motorradlärm“ auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung zu setzen. Hierzu soll auch der Sprecher der Initiative, der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns eingeladen werden.

"Silent Rider" werden gefordert

Auf Initiative der Kommunen und Kreise am Nationalpark Eifel trafen sich kürzlich rund 50 Vertreter aus ganz Deutschland, um eine bundesweite Kampagne gegen Motorradlärm zu starten. Dazu zählten neben Vertretern der Polizei und des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Die Kampagne mit dem Titel „Silent Rider - Initiative gegen Motorradlärm“ richtet sich gegen diejenigen, die durch Manipulationen am Motorrad oder verbotene Fahrweisen für schädliche Lärmbelästigungen verantwortlich sind. Kernforderungen der Initiative sind insbesondere die Herabsetzung zulässiger Lärmgrenzwerte, drastische Strafen für technische Manipulationen, zusätzliche Kennzeichnungen um der Polizei die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu erleichtern sowie Messverfahren zur Geräuschentwicklung, die eine sofortige Fahrzeugstilllegung an Ort und Stelle ermöglichen.

CDU glaubt an einen Erfolg

Der Zielkatalog der Initiative, so Sundheimer, werde sicherlich erst mittelfristig zum Erfolg führen. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass der Polizei die notwendige Personal- und Sachausstattung fehle, um flächendeckend gegen rücksichtslose Motorradfahrer vorzugehen. Ein Beitritt zu der Initiative sei deshalb nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion ein wichtiger und notwendiger Beitrag im Kampf gegen unzumutbaren Motorradlärm. Mit dem Beitritt wäre der AW-Kreis der erste Landkreis in ganz Rheinland-Pfalz.

Dies wäre, so Sundheimer, ein starkes politisches Signal, auch für andere rheinland-pfälzische Kreise. Der Beitritt würde den Kreis 5000 Euro jährlich kosten. „Dieser Betrag“, so Sundheimer, „sollte uns der Schutz unserer Bevölkerung wert sein.“