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Nach dem Tod eines Jägers: Polizei räumt in Köln Lager mit illegalen Kriegswaffen

Nach dem Tod eines Jägers : Polizei räumt in Köln Lager mit illegalen Kriegswaffen

Kiloweise Schwarzpulver, illegale Kriegswaffen, Gewehre und Revolver aus einem Nachlass lagerten in der Wohnung eines mittlerweile verstorbenen Jägers in Köln. Ein Tresor soll noch geöffnet werden.

Waffenspezialisten der kölner Polizei haben am Montagvormittag insgesamt 127 nicht registrierte und zum Teil illegale Waffen sowie große Mengen Munition aus dem Nachlass eines Jägers beschlagnahmt. Neben Gewehren, Pistolen und Revolvern sowie 103 Gewehrläufen hatte der kürzlich im Alter von 61 Jahren Verstorbene laut Polizei auch Waffen in seiner Wohnung gelagert, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen.

Die Beamten fanden bei der Durchsuchung unter anderem ein Sturmgewehr AK 47. Wie die Polizei mitteilt, ist noch nicht klar, was der Jäger in einem Tresor im Keller seines Hauses lagerte. Eine Spezialfirma soll den Tresor noch öffnen.

Der Rhein-Erft-Kreis hatte die Polizei Köln auf das Waffenlager aufmerksam gemacht. Im Zuge von Ermittlungen nach dem Tod des Jägers hatte die Polizei dort schon am vergangenen Donnerstag in der Zweitwohnung 107 Lang- und Kurzwaffen, darunter eine russische Maschinenpistole, 1,2 Kilogramm Schwarzpulver und elf Kilogramm Nitrocellulosepulver zur Munitionsherstellung sichergestellt.

Laut der Polizei war der Verstorbene als Jäger Inhaber eines für die Munitionsherstellung erforderlichen Sprengscheins sowie mehrerer Waffenbesitzkarten, auf denen 63 legale Waffen registriert waren.