Gasalarm: Siegstrecke gesperrt: Leck entsteht bei Suche nach Kriegsbomben

Gasalarm: Siegstrecke gesperrt : Leck entsteht bei Suche nach Kriegsbomben

Eine beschädigte Gasleitung hat am Donnerstagvormittag für eine mehr als dreistündige Sperrung der Eisenbahnstrecke durch das Siegtal gesorgt.

34 Züge erreichten ihr Ziel nach Angaben der Deutschen Bahn nicht oder nur mit Verspätung. Zudem war die Siegtalstraße (L 333) im Eitorfer Zentrum für längere Zeit komplett gesperrt.

Verursacht hatte den Schaden ein Bagger bei Erdsondierungsarbeiten. Weil entlang des Spinnerwegs und "Am Eichelkamp" ein neues Abwasserkanalsystem entsteht, überprüften dort Fachkräfte das Erdreich auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Dabei beschädigte nach Angaben von Guido Siebigteroth, Einsatzleiter der Feuerwehr, gegen 12 Uhr ein Bagger mit einer aufmontierten Bohrspitze in Höhe der Einmündung zur Hardtstraße die Hauptgasleitung.

39 Feuerwehrleute aus Eitorf und Hennef rückten aus. Der Gasaustritt war bei ihrem Eintreffen laut Siebigteroth "sowohl nasal wie akustisch feststellbar". Wegen der ausgehenden Gefahr räumten die Einsatzkräfte in einem großen Sicherheitsradius mehrere Wohnhäuser sowie eine Baustoffhandlung. Die Polizei sperrte zudem die in unmittelbarer Nähe verlaufenden Verkehrswege, darunter die L 333.

Nachdem es, so Siebigteroth, zunächst geheißen hatte, dass die Leitung nicht abgeschiebert werden könne, zeigten entsprechende Bemühungen der Rhenag dann doch zumindest auf einer Seite Erfolg. Auf der anderen Seite der Leckage legten Techniker die Leitung frei und setzten eine Kunststoffblase ein, um den Gasaustritt zu stoppen.

Gegen 15.15 Uhr hatten die Maßnahmen Erfolg, die Sperrungen wurden aufgehoben. An zwei Stellen hatten die Wehrleute laut Siebigteroth zuvor jedoch eingreifen und Gas verflüchtigen müssen. Elf Verspätungen sowie 21 Teil- und zwei Komplettausfälle waren laut einer Unternehmenssprecherin im Bahnverkehr die Folge.

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