Maler und Lackierer: Beste Malerin Deutschlands

Maler und Lackierer : Beste Malerin Deutschlands

Antje Harz ist Deutschlands beste Gesellin im Maler- und Lackierer-Handwerk. Die junge Frau aus der Bad Neuenahr-Ahrweiler hat sie aufgezeigt, wie erfolgreich das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist.

Das duale System der Berufsausbildung genießt nicht nur innerhalb der deutschen Bildungslandschaft, sondern auch weltweit einen hervorragenden Ruf. Durch die Verzahnung von Theorie (Berufsschule) und Praxis (Ausbildung im Betrieb) werden die Auszubildenden in aller Regel bestens auf ihre zukünftige berufliche Tätigkeit vorbereitet. Im Bereich des Handwerks schließt die Berufsausbildung mit der Gesellenprüfung ab. Dabei kann für den Kreis Ahrweiler festgehalten werden: Die Zusammenarbeit zwischen den Betrieben, den Innungen und der Berufsbildenden Schule (BBS) funktioniert bestens. Nur so sind die berufsübergreifend recht ordentlichen Prüfungsergebnisse der Auszubildenden zu erklären.

Doch was die 20-jährige Antje Harz nun erreicht hat, genießt auch im Ahrkreis Seltenheitswert. Ihre Erfolgsgeschichte begann mit einer Ausbildung zur Maler- und Lackiererin im Betrieb „Bugdoll GmbH“ aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ihre Gesellenprüfung schloss sie im Frühjahr als Innungsbeste des Ahrkreises ab. Doch damit nicht genug. Sie wurde in einem nächsten Schritt in Koblenz Kammer- und Bezirkssiegerin, war dann auf Landesebene in Trier erfolgreich und gewann zu guter Letzt vor einigen Wochen das Bundesfinale in Fulda.

Vor diesem Hintergrund ließ sich nun auch die BBS, vertreten durch Studiendirektorin Gundi Kontakis und Carsten Thewes, zuletzt Klassenleiter von Antje Harz und an der BBS hauptverantwortlich für die angehenden Maler und Lackierer, nicht nehmen, der ehemaligen Schülerin angesichts ihrer herausragenden Leistungen zu gratulieren. „Ich denke, ohne unser Zutun überbewerten zu wollen, haben auch wir als Schule unseren Teil zu Frau Harz Erfolg beitragen“, so Thewes.

Sie sei stets eine fleißige und gute Schülerin gewesen. Dass der Weg jedoch ganz an die Spitze geht, damit habe letztlich niemand rechnen können. Und die Siegerin selbst ergänzt: „Ich hätte einen derartigen Erfolg nie für möglich gehalten und kann es immer noch kaum glauben. Ich bin dankbar, dass mein Umfeld mich immer unterstützt hat. Wer weiß, ob ich sonst bis zum Ende durchgehalten hätte.“ In einigen Jahren will sie nun den Malerbetrieb ihres Onkels übernehmen. Dort hatte sie bereits ihr erstes Praktikum gemacht. Der „Girls-Day“ hatte sie in den eher Männern vorbehaltenen Beruf geführt: „Mein Beruf macht mir deshalb soviel Spaß, weil er so abwechslungsreich ist.“