Bahn dementiert Schließungspläne für Reisezentren in Remagen und Bad Neuenahr

Bahn dementiert Schließungspläne für Reisezentren in Remagen und Bad Neuenahr

Keine Zusicherung für längerfristigen Erhalt - Anfrage der Grünen

Kreis Ahrweiler. (sim) Eine Schließung der Reisezentren in Remagen und Bad Neuenahr sei nicht beabsichtigt, und diesbezügliche Pressemitteilungen seien nicht richtig gewesen. Das hat hat jetzt der Leiter Regionaler Vertrieb der Deutschen Bahn AG, Norbert Folsche, auf eine Anfrage der Remagener Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Schreiben an Fraktionssprecher Frank Bliss zum zukünftigen Verbleib der Reisezentren geantwortet.

Allerdings geht laut Bliss aus dem Schreiben an die Grünen auch hervor, dass die Deutsche Bahn AG nur "momentan" keinen Anlass sehe, die beiden Reisezentren zu schließen. Einen längerfristigen Erhalt habe man nicht zugesichert bekommen, erklärt der Grünen-Sprecher.

Nach Ansicht der Grünen hat die ursprünglich geplante Einführung einer Schaltergebühr von 2,50 Euro für Bahnfahrkarten gezeigt, dass die Bahn bestrebt ist, ihren Kundenservice massiv abzubauen. Nur durch politische Intervention "von ganz oben" sei diese Gebühr noch einmal abgewendet worden. Daher würden die Grünen in den kommenden Jahren genau beobachten, wie sich das Reisezentrum entwickele und die zuständigen Bahnvertreter immer wieder an ihre Verpflichtung zur Kundenorientierung erinnern.

Kein Wort sei allerdings im Schreiben der Deutschen Bahn AG zur Schließung des Servicepoints auf dem Remagener Bahnhof gesagt worden, merken die Grünen an. Diesbezüglich wollen Bündnis 90/Die Grünen noch einmal Bürgermeister Herbert Georgi und die politischen Gremien einschalten, die sich bereits zuvor mit aller Deutlichkeit für den Erhalt des Remagener Sercvicepoints zumindest während der Woche eingesetzt haben.