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Hennefer Kletterwald: Angehende Bundespolizisten trainieren in luftiger Höhe

Hennefer Kletterwald : Angehende Bundespolizisten trainieren in luftiger Höhe

Stille herrschte am Dienstagmorgen auf der langen Treppe gegenüber der Hennefer Sportschule, die hinauf in den Kletterwald führt. Oben allerdings war viel Betrieb. Im Kletterparadies mitten im Dickicht, das im vergangenen Jahr eröffnet wurde, waren rund 70 angehende Bundespolizisten des Aus- und Fortbildungszentrums West in Swisttal-Heimerzheim unterwegs.

In luftiger Höhe testeten sie ihre körperliche Fitness, aber auch ihre Teamfähigkeit. Der Tag im Kletterwald war Teil einer Projektwoche, die zum Ausbildungsplan der Bundespolizei gehört.

Am Montag hatten bereits etliche Polizeimeisteranwärter an einer spektakulären Übung an der Sieg bei Hennef-Lauthausen teilgenommen. Gestern ging es dann auch darum, mit Übungen in der Höhe zurecht zu kommen. Da reichten die Türme im Kletterwald nicht, die höchstens zehn Meter hoch sind. Angehende Bundespolizisten seilten sich auch von einem 30 Meter hohen Schlauchturm der Siegburger Feuerwehr ab.

"Diese Projektwoche dient dazu, den Teamgeist sowie die Kommunikationsfähigkeit zu fördern und die Stress-Stabilität der angehenden Bundespolizisten zu überprüfen", sagte Jürgen Gerfried Müller, Erster Polizeihauptkommissar. Zu den jungen Menschen, die sich im ersten Ausbildungsjahr bei der Bundespolizei befinden, gehören auch acht Frauen.

"In dieser Woche sind alle in mobilen Unterkünften, sprich Mannschaftszelten, an der Sieg in Lauthausen untergebracht", sagte Müller. Die Nacht in einem großen Zelt mit neun oder zehn Kollegen zu verbringen, dürfte den Teamgeist ebenso fördern wie die Übungen im Kletterwald. Dort mussten die Auszubildenden der Bundespolizei jeweils zu zweit parallel in luftiger Höhe auf Drahtseilen balancieren. Den Balancierstab hielten beide in ihren Händen. "Da muss sich der eine auf den anderen verlassen können", sagte Polizeihauptkommissar Gerwald Hött.

Zusammenarbeit war auch beim "Turmbau zu Babel" gefragt. Mit einem Kran und Seilen galt es für die einzelnen Teams, Holzklötze aufeinander zu stapeln, ohne diese zu berühren. Es ging um Fingerspitzengefühl. Mehr Spaß als Stress dürfte die rasante Fahrt mit den verschiedenen Seilwinden zwischen den Stationen des Kletterwaldes bereitet haben.

"Der Kletterwald ist wirklich toll und durchaus eine Herausforderung", sagte der 17-jährige Polizeimeisteranwärter Milan Hohl aus Kleve. "Die Aktionen machen Spaß und fördern definitiv den Teamgeist."