Probe in Walporzheim: Wehr übt Umgang mit Gefahrenstoff

Probe in Walporzheim : Wehr übt Umgang mit Gefahrenstoff

Mit Atemschutz und Spezialanzügen wurde in Walporzheim der Ernstfall geprobt.

Das Szenario klang bedrohlich, doch kann es jeden Tag Wirklichkeit werden, denn was an Gefahrstoffen vor allen Dingen über die Autobahn 61 quer durch den Ahrkreis rollt, ist schon erheblich. Bei einer Übung am Walporzheimer Sportplatz wurde folgendes angenommen: drei Gefahrguttransporter waren zusammen mit mehreren Fahrzeugen in eine Karambolage verwickelt. In den Autos lagen bewusstlose und verletzte Personen, die Gefahrgutbehälter waren leck geschlagen, aus allen traten Flüssigkeiten aus.

Passiert so etwas, wird der Gefahrstoffzug des Kreises Ahrweiler auf den Plan gerufen. Zunächst aber dürfte es die örtliche Feuerwehr sein, die als erste Wehr am Ort des Geschehens ankommt. Das war auch am Walporzheimer Sportplatz so, wo der Löschzug Ahrweiler kurz nach dem simulierten Unfall eintraf. "Die ersten am Unglücksort haben einen schwierigen Job", erklärte Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Udo Schumacher, der der Übung als Beobachter beiwohnte. So gelte es für diese Wehr, zu erkennen, was passiert ist und welche Gefahr drohe.

Die Transportfahrzeuge müssen mit Gefahrstofftafeln ausgestattet sein, die Hinweise auf die Lieferung geben. Beim simulierten Unfall waren dies gleich drei brennbare Flüssigkeiten, von denen eine außerdem noch ätzend war. Unter Einsatz von Atemschutz machten sich die Ahrweiler Kameraden nun daran, die verletzten Personen zu bergen, während nach und nach die Fahrzeuge des Gefahrstoffzuges einrollten und die Rettungsmaschinerie in Gang kam.

Angerückt kamen die Kameraden aus Ahrweiler, Altenahr/Ahrbrück, Brohltal und aus Remagen. Da wurden Planen ausgelegt und Schutzanzüge angezogen, es wurden allerlei Materialien aus den Wagen gerollt, mit denen das ausgetretene Gefahrgut gebunden werden sollte. Auch eine Dekontaminationsstelle wurde aufgebaut, denn der Eigenschutz hat absolute Priorität.