1. Region
  2. Ahr & Rhein

Verordnung der Landesregierung zu Corona: Waldkletterpark in Bad Neuenahr darf wieder öffnen

Verordnung der Landesregierung zu Corona : Waldkletterpark in Bad Neuenahr darf wieder öffnen

Nach der Zwangspause darf der Bad Neuenahrer Kletterpark „Wald Abenteuer“ ab Samstag wieder öffnen. Grundlage ist laut Betreiberfirma die jüngste Verordnung der Landesregierung zur Bekämpfung des Coronavrius, die Individualsport im Freien zulässt.

Der Kletterpark „Wald Abenteuer“ in Bad Neuenahr darf ab dem morgigen Samstag wieder öffnen. Wie die Betreiberfirma „Die Freizeitmacher“ mitteilt, haben die Behörden dafür grünes Licht gegeben.

Grundlage ist demnach die jüngste Verordnung der Landesregierung zur Bekämpfung des Coronavrius, die Individualsport im Freien zulässt. Der Standort an der Bad Neuenahrer Königsfelder Straße sei bundesweit der erste Ort, an dem während der Krise um das Coronavirus wieder ein Kletterpark geöffnet wird.

Voraussetzung für die Öffnung ist allerdings, dass die Regeln zu Kontaktverbot und Mindestabstand eingehalten werden. Die Anzahl der Gäste, so teilen die Betreiber mit, werde daher streng reguliert. Lediglich Gäste, die zuvor auf der Internetseite wald-abenteuer.de gebucht haben, bekämen Zutritt. Und das auch nur, wenn es sich um Einzelperson handelt.

Gruppen seien nur möglich, wenn es um Menschen geht, die in einem Haushalt leben. Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren müssten eins zu eins von einem Elternteil begleitet werden. Vorschulkinder hätten weiter keinen Zutritt. Für Klettergäste mit einem Körpergewicht unter 60 Kilogramm sei die Nutzung der „Megaseilbahn“ untersagt. Alle Gäste müssten sich zur strikten Einhaltung von corona-spezifischen Hygienevorschriften verpflichten. Die Freude der Gäste werde „Bestandteil des wichtigen Prozesses der progressiven Wiederbelebung des öffentlichen Lebens sein“, heißt es in der Mitteilung. Man sei froh und „ein wenig stolz“, mit der Öffnung der Sportanlage diesen Prozess zu unterstützen. Nils Labude, stellvertretender Leiter des Schwesterparks in Velbert-Langenberg und bei der Betreiberfirma für das Marketing verantwortlich, hält die Wiedereröffnung in Bad Neuenahr für „absolut vertretbar“. Zwei Wochen lang hätten er und seine Kollegen an dem Konzept für den Betrieb unter den erschwerten Bedingungen gearbeitet. „Wenn Tennis- und Golfplätze wieder öffnen dürfen, haben auch wir im Wald genug Platz“, so Labude. Ohnehin sei die Resonanz bei den Menschen noch gering. Lediglich zwei Buchungen gebe es für Samstag bislang.

Kontrollen über Regeleinhaltung sind noch nicht geklärt

Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, wie sichergestellt wird, dass die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus geltenden Regeln in dem Park eingehalten werden. Werden von Behördenseite dort etwa Kontrollen vorgenommen?

Nach einer Anfrage des General-Anzeigers hat die städtische Pressestelle auf die Kreisverwaltung als zuständige Behörde verwiesen. Von dort kam bislang noch keine Antwort.