Windkraft im Kreis Ahrweiler: Vorrang für Natur- und Artenschutz

Windkraft im Kreis Ahrweiler : Vorrang für Natur- und Artenschutz

"Konzentriert und an windstarken Standorten, aber keinesfalls in sensiblen Naturräumen oder dort, wo Kulturdenkmäler zu schützen sind, sollen neue Windparks entstehen", unterstrich nun Energieministerin Eveline Lemke (Grüne).

Durch die erstmalige detaillierte Festlegung von Zielen und Grundsätzen der Landesplanung erfolge eine stärkere landeseinheitliche Steuerung als vorher. "Das Land setzt den Rahmen für die Zukunftsplanung mit Erneuerbaren Energien und vereint diese mit Natur- und Klimaschutz", sagte die Ministerin.

Die regionalen Planungsgemeinschaften müssen nun binnen 18 Monaten ihre Regionalpläne an den Rahmen, den das LEP IV vorgibt, anpassen. Dabei müssen sie Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie festlegen und auch die Ausschlussgebiete. Zudem müssen sie in den bedeutsamen historischen Kulturlandschaften diejenigen Gebiete konkretisieren, in denen Windenergieanlagen auszuschließen sind.

Außerhalb der Vorrang- und Ausschlussgebiete können die Kommunen planen. "Windkraftanlagen werden nur gebaut, wenn die Bürgerschaft dies mehrheitlich will. In einem demokratischen Prozess werden diese Entscheidungen dort getroffen, wo die Anlagen gebaut werden sollen. Die Gemeinden haben damit einen besonderen Gestaltungsauftrag und auch für die Befriedung vor Ort zu sorgen", stellte Lemke klar.

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