Rheinland-Pfalz: Tourismuswirtschaft in der Region zieht Bilanz

Rheinland-Pfalz : Tourismuswirtschaft in der Region zieht Bilanz

Die Tourismuswirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz wird mit Ende der Herbstsaison von Seiten der Hoteliers und Gastronomen als befriedigend eingeschätzt. Zwar verzeichnet die Branche eine gewisse Stagnation. Allerdings auf hohem Niveau.

Insgesamt sind 79 Prozent (Veränderung gegenüber Vorjahresumfrage: minus 13 Prozentpunkte) der befragten gastronomischen Unternehmen mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. 87 Prozent (minus acht Prozentpunkte) der Befragten im Beherbergungsgewerbe sprechen von einer "guten bis zufriedenstellenden Geschäftslage". Das ist das zentrale Ergebnis der Tourismusumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz unter rund 500 Unternehmen.

37 Prozent (plus 22 Prozentpunkte) der Befragungsteilnehmer sprechen von rückläufigen Umsätzen. Besonders die Hotellerie hatte in der Zeit von Mai bis November gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhebliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Eine entsprechend negative Entwicklung melden aktuell 42 Prozent der Unternehmen der Hotellerie, in der Vorumfrage äußerten sich nur 26 Prozent dahingehend.

"Die rheinland-pfälzische Tourismuswirtschaft kann im laufenden Jahr nicht an die Rekordzahlen des vergangenen Jahres anknüpfen, liegt bei Gästen und Übernachtungen aber eindeutig über dem Niveau vergangener Jahre. Nach dem Rekordergebnis des letzten Jahres, das im nördlichen Rheinland-Pfalz durch die Bundesgartenschau in Koblenz und insgesamt auch durch das gute Wetter geprägt war, fallen die aktuellen Befragungsergebnisse erwartungsgemäß verhaltener aus", erläutert Bertram Weirich von der IHK.

Nach dem Höchststand im Herbst 2011 befindet sich der so genannte Klimaindex aktuell im Abwärtstrend. Im Beherbergungssegment beträgt die Kennziffer, die sich aus der Geschäftslage des Vorjahres und den Erwartungen an die kommende Saison zusammensetzt, aktuell 109,2 Punkte (Vorjahr: 133,7 Punkte).

Der Klimaindex der Gastronomie beträgt zurzeit 96,5 Punkte (121,7 Punkte). Damit präsentieren sich beide Werte unterhalb des Niveaus der vergangenen beiden Jahre. "Dass der Wert des Klimaindex in der Gastronomie rückläufig ist, lässt sich auf den kühlen und verregneten Sommer, einen fehlenden goldenen Oktober sowie auf die dadurch ausbleibenden Tagesgäste zurückführen", erklärte die IHK. "Hierunter leiden vor allem die Außengastronomie, Bier- und Weingärten sowie die Ausflugslokale, die sich in den letzten Jahren als starker Umsatzbringer erwiesen haben", so das Resumee der Kammer.

Auch ging die IHK auf die Bedeutung von Weihnachtsmärkten ein: "Weihnachtsmärkte bereichern ab Ende November das kulturelle und touristische Angebot und sind von wirtschaftlich hoher Bedeutung, da die Besucher Umsätze nicht nur direkt auf dem Weihnachtsmarkt tätigen. So profitieren durch die Veranstaltung insbesondere auch Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie."