VdK-Ortsverband: Staatssekretärin Reich rät zu klaren Regelungen bei Patientenverfügungen

VdK-Ortsverband : Staatssekretärin Reich rät zu klaren Regelungen bei Patientenverfügungen

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung - diese drei Maßnahmen, die den selbstbestimmten Schritt des Menschen in eine abgesicherte Zukunft unterstützen können, standen im Mittelpunkt einer gut besuchten Infoveranstaltung des VdK-Ortsverbandes Bad Breisig im Seniorenzentrum St. Josef.

Beate Reich, Staatssekretärin im Mainzer Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, erwies sich als kundige Referentin. Teils besorgte Nachfragen von Zuhörern zur eigenen Situation verdeutlichten die Aktualität der Veranstaltung, deren drei Hauptthemen alle um die eine Frage kreisen: Wie kann vermieden werden, dass in dem Augenblick, wo ein Mensch nicht mehr Herr der eigenen Entscheidung ist, andere über die weitere Zukunft bestimmen müssen. Und dann möglicherweise Maßnahmen eingeleitet werden, die man selbst vielleicht stets strikt abgelehnt hätte.

Aus der Praxis heraus unterstrich Heimleiter Hermannjosef Berg den Rat von Beate Reich, bei allen möglichen Entscheidungen Angehörige oder gute Bekannte mit einzubeziehen und Verfügungen- gerade Patientenverfügungen - in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob ihr Inhalt noch aktuell oder zutreffend ist.

Für diese Vorsorge, genau wie für die beiden weiteren Formen, gibt es zahlreiche Formulierungsvorschläge von den unterschiedlichsten Stellen. "Doch", so Beate Reich, "Muster sind Muster." Letztlich sollte jeder für sich selbst überlegen, welche individuellen Regelungen er trifft. Wichtig sei, dass es überhaupt eine klare Regelung gebe.

Im Verlauf der Aussprache warb VdK-Ortsverbandsvorsitzender Jürgen Sieler dafür, die einzelnen Vorsorgeverfügungen möglichst früh verbindlich festzulegen, denn der "Fall der Fälle" könne auch bereits in frühen Lebensjahren eintreten, etwa nach einem Unfall.