Samba-Frühschoppen: Rumba, Rock und Regenschauer

Samba-Frühschoppen : Rumba, Rock und Regenschauer

Mit einem Samba-Frühschoppen und einem Konzert von "Schöner Streifling" ist das Weinkultur Festival zu Ende gegangen. Zahlreiche Besucher fanden den Weg zur Klosterruine und trotzten dabei zunächst Wind und Wetter.

Doch dann nahm der Regen überhand und das Festival musste am Abend frühzeitig abgebrochen werden.

Den schlechten Wettervorhersagen trotzend fanden sich vormittags etwa 300 Besucher in der Klosterruine zum Samba-Frühschoppen ein. Es wurde getanzt und eifrig für das Straßenkinder-Projekt "Erê" in Maceió (Brasilien) gespendet: Insgesamt rund 2500 Euro kamen zusammen. Bevor mittags der erste Regen fiel, war die Veranstaltung abgeschlossen.

Nicht so viel Glück hatte hingegen am Abend die Band um Hannes Streifling und Jens Schöner, zwei Musiker der Kölner Band "De Höhner". Als "Schöner Streifling" sind die beiden als Duo mit eigenen Songs und zahlreichen Covern unterwegs. Zwei gut gelaunte Musiker betraten mit ihrer Band (Lidia Dobrzhynets an der Geige, Matthias Koll am Klavier, Heiko Braun am Schlagzeug und Hermann Heuser an der Gitarre) die Bühne und eroberten mit "It's all over" von den Rolling Stones und Rio Reisers "Junimond" die Gunst des Publikums.

Auch den ersten Stromausfall - ausgelöst dadurch, dass der Soundcheck mittags buchstäblich ins Wasser gefallen war - nahmen Musiker und Publikum noch gelassen. Mit dem lateinamerikanisch angehauchten "Frag mich nicht" präsentierten die Musiker eine entspannte Eigenkomposition. Bei ihrem Song "Harte Zeiten" zog sich der Himmel zu und die ersten Tropfen fielen zu Boden.

Der folgende Regen machte eine Fortsetzung des Konzerts auf der Bühne unmöglich. Unter einer dicken Zeltplane schützten die Musiker ihre Instrumente, doch das Publikum hielt tapfer aus. In Eigeninitiative stimmten sie "Leever Jott, jev uns Wasser" der Bläck Fööss an und als der Regen nachließ, beschworen auch Schöner Streifling mit "Wann jeiht dr Himmel widder op" von den Höhnern Petrus.

Leider vergeblich. Nach einer halbstündigen Pause - ein Großteil der Zuschauer hielt wacker durch - starteten die Musiker einen erneuten Versuch, mussten sich aber eine weitere halbe Stunde später dem Dauerregen geschlagen geben. Ein jähes Ende für ein Konzert, das noch den ganzen Abend hätte weitergehen können.