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Nach Online-Befragung: Viel Zustimmung für Fußgängerbrücke zwischen Remagen und Erpel

Nach Online-Befragung : Viel Zustimmung für Fußgängerbrücke zwischen Remagen und Erpel

Remagen und Erpel planen eine Rheinquerung für Fußgänger und Radfahrer. Eine Online-Befragung dazu ist jetzt abgeschlossen. Sie ergab: Das Vorhaben stößt in der Bevölkerung auf positive Resonanz.

Die Vorstellung, eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen Remagen und Erpel zu bauen, stößt in der Bevölkerung offenbar auf positive Resonanz. Dies zumindest teilte die Stadt Remagen mit. Gemeinsam mit der auf der anderen Rheinseite gelegenen Verbandsgemeinde Unkel hatte die Römerstadt eine Online-Befragung durchgeführt. Danach stieß das Vorhaben auf großes Wohlwollen.

„Gratulation“ – so Holger Schmidt, Professor an der Koblenzer University of Applied Sciences. Die ersten Zahlen, die er dem Unkeler Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und seinem Remagener Amtskollegen Björn Ingendahl nach Abschluss der einmonatigen Online-Befragung mitteilte, waren aus seiner Sicht positiv: Insgesamt hatten mehr als 4000 Menschen beidseits des Rheins an der Befragung teilgenommen. Mehr als 3500 Fragebögen wurden komplett bis zum Ende ausgefüllt.

Die Stadt Remagen, die Verbandsgemeinde Unkel sowie die Ortsgemeinde Erpel haben Schmidt mit seinem Team von der Hochschule beauftragt, die Online-Befragung der Bewohner sowie der Gewerbetreibenden ihrer Kommunen durchzuführen. Mithilfe dieser im März erfolgten Befragung sollte die grundsätzliche Einstellung der Bevölkerung zu der angestrebten Fußgänger- und Radfahrerbrücke an der Stelle der historischen Ludendorff-Brücke in Erfahrung gebracht werden.

Die Zustimmung sei groß, hieß es nun aus dem Remagener Rathaus, nachdem erste Befragungsauswertungen vorliegen. In einer Skala von eins (finde ich sehr gut) bis sieben (finde ich ganz und gar nicht gut) bewerteten fast 80 Prozent der Befragten das Projekt mit einer Eins. Zusammenfassend gaben rund 85 Prozent an, dass sie dem Projekt positiv gegenüberstehen. Nur ein sehr geringer Anteil lehnt das Projekt ab.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel, Karsten Fehr, zeigte sich da hocherfreut: „Diese ersten Ergebnisse bestätigen das, was ich von Anfang an vermutet hatte: Der Erhalt der Kulturdenkmäler und die Errichtung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke ist unserer Bevölkerung offenbar ein großes Anliegen. Der deutliche Rückhalt wird dem Projekt sicher einen kräftigen Rückenwind verleihen.”

Sein Amtskollege Björn Ingendahl aus Remagen sieht dies genauso: „Wenn die teils schon auf den Weg gebrachten grundlegenden Machbarkeitsuntersuchungen in die gleiche Richtung weisen wie es sich bei der Befragung abzeichnet, haben wir vielleicht schon bald genügend Informationen zur Verfügung, mit denen wir erfolgreich um weitergehende substanzielle Unterstützung werben können.”

Beide Bürgermeister und Ortsbürgermeister Hirzmann sind sich mit Hochschullehrer Schmidt einig, dass für weitergehende Schlussfolgerungen erst die genaue Auswertung der Befragung abzuwarten sei. Denn erst dann gebe es eine verlässliche und seriöse Grundlage, die für weitergehende Überlegungen und Aktivitäten erforderlich sei. Diese Ergebnisse sollen voraussichtlich im Mai vorliegen.