Gaffer sind ein Problem: Remagener Feuerwehr fühlt sich oft in ihrer Arbeit behindert

Gaffer sind ein Problem : Remagener Feuerwehr fühlt sich oft in ihrer Arbeit behindert

Bereits zum neunten Mal trafen sich die Mitglieder der Feuerwehreinheit Remagen zu ihrem Tag der Einheit. Dieser findet seit seiner Einführung 2010 immer am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit statt und wurde in diesem Jahr wieder in der Kulturwerkstatt von Remagen gefeiert.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht zwar die Geselligkeit - der Tag ist der Dank für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft - doch seit Jahren gibt es auch einen kleinen offiziellen Teil. Der "Tag der Einheit" wird nämlich auch für Beförderungen, Ehrungen und Ver- und Entpflichtungen genutzt, die auch in diesem Jahr der einzige Programmpunkt des Abends waren.

Remagens Einheitsführer Dirk Henkel dankte besonders den Partnern und Ehepartnern für Unterstützung, Toleranz und die Akzeptanz des Ehrenamts. Weiter begrüßte er die Ehrengäste des Abends, besonders die Kameraden der Partnerfeuerwehr aus Gerorgsmarienhütte-Oesede, die mit einer Delegation nach Remagen gereist waren. Henkel dankte seinen Kameraden für die bis dato 110 gefahrenen Einsätze seit Jahresbeginn.

Nach einer Stärkung kam es zum offiziellen Teil der Feier. Dirk Henkel und Guido Lenz, stellvertretender Einheitsführer der Einheit Remagen, sowie Ingo Wolf, Stadtwehrleiter, betraten gemeinsam mit Rainer Doemen, Beigeordneter und damit Vertreter von Bürgermeister Ingendahl, die Bühne. Zuerst wurde Justus Gemein zum Oberfeuerwehrmann befördert. Eugen Fell durfte sich im Anschluss über die Beförderung zum Löschmeister freuen. Nach dem Erreichen der Altersgrenze wurde Erwin Langen aus dem aktiven Einsatzdienst entpflichtet und in die Altersmannschaft aufgenommen. Gemeinsam mit Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Schorn wurde eine gemeinsame Entpflichtung vorgenommen.

Kai Bandt bat um Entpflichtung als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart und seiner Bitte wurde nachgekommen. Nachfolger wurde Oberfeuerwehrmann Yannic Moser. Zum Abschluss stand noch eine besondere Ehrung an. Stefan Strang wurde für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Einheit Remagen ausgezeichnet. Fast schon traditionell war auch der blumige Gruß für alle Damen im Saal. Neben einer roten Rose gab es noch einen Dank in Scholokadenform, der von den Kameraden verteilt wurde.

Rainer Doemen, Beigeordneter der Stadt, sprach ein generelles Problem an: Immer wieder werden Einsätze durch sogenannte Gaffer im Bild festgehalten und Einsatzkräfte teils bei der Arbeit gehindert. Er bat alle, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und solche "Berichterstattungen" in den sozialen Netzwerken nicht zu unterstützen.

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