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Innenstadt in Remagen: Reger Andrang bei Stoffmarkt und verkaufsoffenem Sonntag

Innenstadt in Remagen : Reger Andrang bei Stoffmarkt und verkaufsoffenem Sonntag

Die Fahrt nach Remagen wurde für viele zur Fahrt rund um Remagen, verbunden mit einem Spaziergang dahin, wo sie eigentlich hin wollten: zum Stoffmarkt und zum ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Innenstadt.

Diese wurde vor allem zum Mekka für "Modeselbermacher", die sich an den mehr als 90 Ständen mit Samt und Seide, Jersey, Tüll, Spitze, Taft und Baumwolle Wünsche erfüllten. Allein 875 Ballen Stoff stapelten sich am Stand von Jan van Barneveld auf dem Platz "An der Alten Post", und rund 16 Meter Gardinen und Vorhänge wehten im Wind an einem Stand auf der Josefstraße.

Dazu kamen Stände mit Kilometern von Borten und Bordüren, Tausenden Reißverschlüssen und noch mehr Knöpfen, die es selbst in Form kleiner Teekannen oder Totenköpfe gab.

Einen halben Meter vom "weißen Hai", kaufte eine Besucherin aus Niederkassel. "Der ist fürs Kinderzimmer." Überhaupt seien bunte Jerseystoffe für die Kleinen in den vergangenen Jahren viel gefragt und für Patchwork eine Art Shootingstar, stellte Marktleiter Frank Körner fest.

Ebenso beobachtete er zunehmend junge Leute unter den Hobbyschneidern. "Billiger ist das selber Nähen nicht, aber schön, und die Kinder tragen die Sachen gerne", erklärte Diana Michels aus Sinzig. Sie hatte sogar in den vergangen zwei Jahren Preissteigerungen ausgemacht, "bestimmt weil der Andrang so groß ist".

Ihre Tochter Leonie hatte sich schon die ersten bunten Bänder ausgesucht, während ihre Freundin sich "noch ein bisschen überfrachtet von dem Angebot fühlte". Die Vielfalt inspirierte indes Gabriele Richter aus Kripp, die die Stoffe billiger fand als im Geschäft. Handeln ließen die Stoffhändler indes kaum mit sich. Dafür hatten Remagener Geschäftsleute vielfach erstmals in diesem Jahr Tische rausgestellt und warben mit Rabattaktionen.