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Verkehr in Rolandswerth: Raser und zu viel Lärm auf der B 9

Verkehr in Rolandswerth : Raser und zu viel Lärm auf der B 9

Zu schnell werde über die ohnehin stark befahrene B 9 gefahren, zu hoch sei der damit verbundene Lärmpegel, ganz zu schweigen vom Gefährdungspotenzial, das von Rasern ausgehe. Jetzt soll dagegen etwas getan werden.

Im Nachbarort Rolandseck – so die Vermutung der Rolandswerther – gehe es gesitteter zu. Grund: Dort gibt es Verkehrsinseln, die für ein Absenken der Geschwindigkeiten sorgen würden.

Zunächst sollten „wissenschaftliche Geschwindigkeitsmessungen“ durchgeführt werden. Dies sowohl in Rolandswerth als auch in Rolandseck, um Vergleichsparameter zu erhalten. Blitzgeräte erhofft man sich indes nicht: In Rheinland-Pfalz sei man mit der Installation derartiger „Starenkästen“ weitaus zurückhaltender, als im Nachbarland Nordrhein-Westfalen, hieß es im Ortsbeirat.

Um Raserei und Lärm in den Griff zu bekommen, sei jedoch denkbar, die Bundesstraße als „Tempo 30-Zone“ auszuweisen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich in Nähe der Hauptverkehrs-Trasse das Gymnasium Nonnenwerth befinde. Vor Schulen, so die Meinung einiger Rolandswerther Bürger, könne „Tempo 30“ sehr wohl durchgesetzt werden. Auch auf einer Bundesstraße. Ortsvorsteher Michael Berndt wies allerdings darauf hin, dass eine Staugefahr dann nicht ausgeschlossen werden könne.

Die B 9 wird in Höhe von Rolandswerth täglich von geschätzten 24 000 Pkw- und Lkw-Fahrern genutzt. In Bad Breisig ist die Situation ähnlich. Dort gibt es bekanntlich inzwischen ein Stau-Chaos, was vor allem auf wenig durchdachte Ampelschaltungen mit langen Rot-Phasen für den Hauptdurchgangsverkehr zurück zu führen sein dürfte. Je mehr der Verkehrsfluss gestört wird, desto länger der Stau. Der Streckenabschnitt der B 9 zwischen Remagen und Rolandswerth gilt indes als Hauptzufahrt zur Bundesstadt Bonn, was sich naturgemäß besonders im Berufsverkehr morgens und abends bemerkbar macht.

Ob es zu nachteiligen Auswirkungen kommt, wenn der Verkehr künstlich verlangsamt wird, soll nun die Remagener Stadtverwaltung prüfen. Ein entsprechender Antrag soll im Rathaus vorgelegt werden. Auch soll untersucht werden, ob „Mittelinseln“ gebaut werden können. Sie könnten gar begrünt werden und würden für eine Verengung der Bundesstraße sorgen. Straßenbaulastträger ist bei Bundesstraßen der Bund, der wiederum Entscheidungen zu Verkehrsberuhigungen auf seinen Straßen an die Länder delegiert hat, die dann auch für etwaige Umsetzungen von Baumaßnahmen zuständig sind. Einstimmig votierte der Ortsbeirat dafür, die Stadt möge sich des Problems annehmen.