Die Erfolgsstory startete 1981 in Remagen: Pioniere des Fair-Trade-Handels

Die Erfolgsstory startete 1981 in Remagen : Pioniere des Fair-Trade-Handels

Der Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig feiert sein 35-jähriges Bestehen unter dem Motto „Reformation und Eine Welt“ in der evangelischen Friedenskirche in Remagen.

Die Fair-Trade-Idee ist heute weit verbreitet. Dies sah vor 35 Jahren noch völlig anders aus. Und doch starteten bereits 1981 in Remagen Pioniere dieser Idee ihr ehrenamtliches Engagement. In der schwierigen Gründungsphase hieß das Projekt noch 3. Welt-Laden. Heute umfasst der ökumenische Arbeitskreis „Eine-Welt-Laden“ 34 engagierte Mitglieder. Und die hatten Grund zum Feiern. Denn das 35-jährige Jubiläum des Eine-Welt-Ladens Remagen-Sinzig wurde im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes zum Reformationsfest mit dem Motto „Reformation und Eine Welt“ in der evangelischen Friedenskirche in Remagen begangen.

Dieser Gottesdienst wurde von Pfarrerin Elisabeth Reuter und Pfarrer Jürgen Tibusek gemeinsam unter Mitwirkung des Teams des Eine-Welt-Ladens gestaltet. Der Kantorei-Chor und der Posaunenchor Oberwinter sorgten für die musikalische Begleitung in der bis zum letzten Platz gefüllten Friedenskirche.

Fair Trade von Anfang bis Ende

Mehr als 120 Gäste folgten der Einladung des Sprechers des ökumenischen Arbeitskreises, Rolf-Rüdiger Gottzein, zum Empfang in das evangelische Gemeindehaus. In seiner Ansprache wies er darauf hin, dass es hinsichtlich fair gehandelter Waren wesentliche Unterschiede zwischen den Weltläden und Supermarktketten gibt. Während die großen Ketten einzelne zertifizierte Produkte anbieten, sind Weltläden Fachgeschäfte des Fairen Handels, die in einer integrierten Lieferkette von den Produzenten bis zum Endkunden vollständig entsprechend der Kriterien des Fairen Handels agierten und darüber hinaus als Alleinstellungsmerkmal Produkte des fair gehandelten Kunsthandwerks anbieten.

Nina Labode vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (Elan) fesselte anschließend die Gäste mit ihrem Kurzvortrag über den Fairen Handel. Sie erläuterte, wie sich der Faire Handel in Deutschland rasant weiterentwickelte, sich in den letzten sechs Jahren auf 1,14 Milliarden Euro verdreifachte, andererseits es nur 13 Euro pro Kopf und Jahr sind, die für faire Produkte ausgegeben werden.

Die Fairhandelsberaterin verdeutlichte aber auch, dass der Verkauf fair gehandelter Waren nur einen Teil der Bemühungen für eine gerechtere Welt ausmacht. Der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch für den Landrat des Kreises Ahrweiler und der Erste Beigeordnete Rolf Plewa für den Bürgermeister in Remagen sprachen in ihren Grußworten die Glückwünsche zum Jubiläum aus und betonten die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit, ohne die der Eine-Welt-Laden nicht existieren könnte.Unter den Gästen waren auch Vertreter der benachbarten Weltläden aus Linz und Neuwied, die sich mit dem Remagener Team immer wieder intensiv über die Weiterentwicklung ihrer Arbeit und neue Ideen austauschen.

Weitere Information zur Initiative und zum Laden gibt es unter www.eine-welt-laden-remagen-sinzig.de .