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Nonnenwerther Big Bands präsentieren beachtliches Konzert: Jazznight mit mehreren Premieren

Nonnenwerther Big Bands präsentieren beachtliches Konzert : Jazznight mit mehreren Premieren

Die Fußstapfen waren nicht die kleinsten, in die die Nonnenwerther Rhine Island Big Band und die Nonnenwer-ther Vorbigband zu treten gedachten. Musikalisch wandelten sie bei der zweiten Nonnenwerther Jazznight auf den Spuren der Big Bands von Count Basie und Duke Ellington, die 1961 erstmals zusammen im Tonstudio eine "Bigband XXL" bildeten.

Beim Konzert des Inselgymnasiums auf Nonnenwerth waren es zwölf Trompeten, acht Posaunen, 16 Saxophone und zwei Rhythmusgruppen, die sich zu Beginn und am Ende des Konzertes auf der Bühne präsentierten. Die beiden Bigbandleiter gerieten da zwischendurch ganz schön ins Schwitzen, aber das Publikum war begeistert.

Die Vorbigband, also der musikalische Nachwuchs des Gymnasiums aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun, gestalteten die erste Konzerthälfte. Trotz ihres jungen Alters wirkte ihr Spiel routiniert.

Als Ensemble und solistisch überzeugten sie mit ihrer Interpretation von Michael Jacksons Pop-Klassiker "Thriller" ebenso wie mit der Bigband-Version von "Antonins Twist" nach Motiven von Antonin Dvoraks neunter Sinfonie. Mit Spielfreude waren sie außerdem den Herausforderungen von "Happy" arrangiert nach dem Chart-Hit von Pharrell Williams gewachsen.

Nach mehr als einer Schülerband klang auch die Rhine Island Big Band. Die jungen Musiker punkteten außerdem mit mehreren Premieren. Beispielsweise präsentierte sich Victoria Birrenbach zum ersten Mal als neue Sängerin mit dem Ensemble. Auch wenn sie in Norah-Jones-Manier "Don't Know Why" sang, blieben keine Fragen bezüglich ihrer stimmlichen Fähigkeiten offen.

Ebenfalls neu formiert war die Rhythmusgruppe, das Herzstück jeder Bigband. Mit "I Want You Back", "Road Song" und "Superstition" erklangen auch drei neue Titel im Repertoire. Aus Verbundenheit zu der Band waren auch einige ehemalige Schüler zum Konzert gekommen und feierten ein musikalisches Wiedersehen.

Den Abend umrahmte ein Count-Basie-Stück: "Splanky" diente als Eröffnungstitel des Konzerts und schloss nach dem lautstarken Wunsch der Zuhörer nach "Mehr" auch die zweite Nonnenwerther Jazznight als Zugabe ab.

Das neu formierte Saxophon-Ensemble ergänzte das Programm in der ersten Hälfte und bewies mit seinen kurzen Beiträgen, dass es bereits nach einer erst zweimonatigen Probenzeit ein Publikum gut zu unterhalten vermag. Auch für diese Musiker spendeten die vielen Zuhörer angetan einen herzlichen und anhaltenden Applaus.