20 Kilometer Leitungen versenkt: Highspeed für Remagen und Sinzig

20 Kilometer Leitungen versenkt : Highspeed für Remagen und Sinzig

Mehr als 10 000 Haushalte können ab sofort schnelles Internet nutzen.

. Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse sind da: Ab sofort kann in Sinzig und Remagen (Vorwahlbereich 02642) mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Internet gesurft werden. Das neue Netz der Telekom ist so leistungsstark, dass telefonieren, surfen und fernsehen gleichzeitig funktionieren.

Gestern wurde die an der Remagener Grabenstraße stehende Anlage in Betrieb genommen. Interessierte Bürger können sich nun bei der Telekom melden, wenn sie auf das neue Netz aufgeschaltet werden wollen. Die Telekom hat mehr als 20 Kilometer Leitungen im Erdreich versenkt. Die Investitionssumme liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Davon profitieren mehr als 10 000 Haushalte in der Kernstadt Remagen und im Ortsteil Kripp sowie in der Kernstadt Sinzig und in den Ortsteilen Bad Bodendorf, Koisdorf, Löhndorf und Westum. Im April will die Telekom im Foyer der Remagener Rheinhalle eine Informationsveranstaltung (13. April, 19 Uhr) durchführen. „Wir freuen uns, dass jetzt große Teile unseres Stadtgebietes mit schnellem Internet versorgt werden“, meinte Remagens Bürgermeister Herbert Georgi gestern. Sein Sinziger Amtskollege Wolfgang Kroeger ergänzte: „Unsere Städte werden damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

Zufrieden ist man auch bei der Telekom, die das Netz auf eigene Kosten erstellt hat. „Das Warten hat sich gelohnt. Die schnellen Internetanschlüsse können online, telefonisch oder in unseren Telekom-Shops oder auch im Fachhandel gebucht werden“, sagte Regio-Manager Winfried Moser. Er ist der kommunale Ansprechpartner für den Netzausbau. Eine moderne digitale Infrastruktur sei ein Standortvorteil für die gesamte Stadt, aber auch für jede einzelne Immobilie.

Die neuen Internetanschlüsse kommen allerdings nicht von alleine in die Haushalte. Die Kunden müssen selbst aktiv werden. Für bestehende Anschlüsse erfolgt keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit – sie muss vom Kunden eigens gebucht werden.

Die höheren Geschwindigkeiten werden durch den Einsatz der sogenannten Vectoringtechnik möglich. Sie beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Winfried Moser: „Vectoring wirkt wie ein doppelter Espresso für Kupferkabel.“

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