Rhein-Ahr-Campus: Erstaunliche "Jugend forscht"-Experimente in Remagen

Rhein-Ahr-Campus : Erstaunliche "Jugend forscht"-Experimente in Remagen

Schüler präsentieren bei „Jugend forscht“ in Remagen erstaunliche Entdeckungen und Experimente. Eine knallgasbetriebene Rakete wird ebenso vorgeführt wie ein aus Kokosöl, Kartoffelmehl und Bienenwachs zusammengestelltes Bio-Deodorant.

Wie reagieren eigentlich Pflanzen auf Wlan-Strahlen? Der elfjährige Lukas Kausen weiß es. Sie reagieren mit schlechtem Wachstum und einem schnellen Welken. „Auwei, Ei, Ei, Ei...“, meint die siebenjährige Greta-Maria Herzog, die sich mit den Unterschieden zwischen Bio- und Freilandeiern sowie dem Hühnerei aus Bodenhaltung beschäftig hat. Ihre Entdeckung: Das Bio-Ei schmeckt nicht nur leckerer, es hat auch eine stabilere Schale.

„Jugend forscht“ hieß es wieder im Rhein-Ahr-Campus der Remagener Fachhochschule. Und einmal mehr wurden dabei erstaunliche Ergebnisse zu Tage gefördert.

Die knallgasbetriebene Rakete wurde dabei ebenso präsentiert wie das aus Kokosöl, Kartoffelmehl und Bienenwachs zusammengestellte Bio-Deodorant. Auch die „Superbatterie“ funktioniert. Man nehme eine Coladose, eine Kochsalzlösung, eine Siebhülse mit Aktivkohlefüllung und eine Graphitmine. Die Anodenseite (Minuspol) stellt die Weißblechdose aus Eisen dar. Die Kathodenseite (Pluspol) bildet über die Graphitvorrichtung in Aktivkohle eine Sauerstoffelektrode. Da der Sauerstoff der Luft permanent durch die Aktivkohle nachströmen kann, wird die Kathodenseite praktisch nie leer, haben Achtklässler festgestellt.

Zahnstein bei Hunden vorbeugen

Wem das zu kompliziert ist, der könnte am Putzroboter Freude haben, der feucht wischen, den Raum belüften, als Duft- und Taschentuchspender dienen und ganz nebenbei das Handy mit Hilfe einer Powerbank aufladen kann. Der „Galaxy Master“ der Bad Neuenahrer Ursulinen-Realschule kann also eine ganze Menge. Vor allem Nützliches. Nebenan wurde das Kreuzfahrtschiff der Zukunft entwickelt. Ohne Diesel. Dafür mit Solarzellen.

Derweil hat die Nonnenwerth-Schülerin Giulia di Novellis aus der 12. Klasse unter dem Motto „Auf den Zahn gefühlt“ eine feine Untersuchung verschiedener Methoden zur Zahnsteinprophylaxe vorgelegt – bei Hunden. Da kommt bei so manchem Bello Freude auf, ist sich die Oberwinterin sicher.

Das Remagener Gymnasium Nonnenwerth gehörte einmal mehr zu den Preisträgern der „Jugend forscht“-Arbeiten. Spitzenplätze belegten auch die Ursulinen-Realschule vom Calvarienberg, das Peter-Joerres-Gymnasium und die Grundschule Westum. Teilgenommen hatten Schulen aus Münstermaifeld, Koblenz, Neuwied, Plaidt, Mülheim-Kärlich, Diez und Weißenthurm.

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