Dienstjubiläen in Remagen: Ehrung für zwei Stammspieler der Verwaltung Remagen

Dienstjubiläen in Remagen : Ehrung für zwei Stammspieler der Verwaltung Remagen

Herbert Georgi zeichnet Büroleiter Adalbert Krämer für 50 und Bauamtsleiter Gisbert Bachem für 40 Jahre aus. Kämmerer Krämer geht in ein paar Monaten in den Ruhestand und hat dann vier Bürgermeister erlebt.

Adalbert „Alla“ Krämer (64) liebt Fußball im Allgemeinen, Borussia Dortmund im Besonderen und steht als Geschäftsführer treu hinter dem VfB Lantershofen, dem Traditionsverein aus seinem Geburtsort. Das genaue Passspiel liegt ihm demnach und das blinde Zuspielen haben Remagens Bürgermeister Herbert Georgi und sein engster Mitarbeiter, Kämmerer und Büroleiter Krämer in ihren 16 gemeinsamen Jahren im Remagener Rathaus perfektioniert. Georgi geht nun in wenigen Tagen in den Ruhestand (der GA berichtete), Krämer nach 50 Dienstjahren in die Verlängerung: „Noch ein paar Monate“, schmunzelt der Oberverwaltungsrat mit der BVB-Krawatte, um für den designierten neuen Stadtchef Björn Ingendahl, seinen vierten Bürgermeister, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, „dann bin ich weg“.

Diplom-Verwaltungswirt Krämer und Bauamtsleiter Gisbert Bachem (57), die beiden Stammspieler der Verwaltung, sitzen mit Personalratsvorsitzendem Achim Geil im Büro des Chefs und nehmen Urkunden entgegen: Krämer die der Ministerpräsidentin Malu Dreyer für ein halbes Jahrhundert, Stadtplaner Bachem die für 40 Jahre im Dienst. „Das Geheimnis des Aufschwungs der Stadt ist zum großen Teil diesen beiden Säulen zu verdanken“, so Georgi. Es sei nicht selbstverständlich, über so viele Jahrzehnte als Leistungsträger bei der Stange zu bleiben. „Wären sie beispielsweise nach Bonn gegangen, dann wäre auch im eigenen Säckel mit höherer Position mehr Geld gewesen.“

Vorbild in der Einsatzbereitschaft

Doch ein „Teamwechsel gegen eine hohe Ablöse“ sind dem in Weibern lebenden Lantershofener Krämer und dem aus Oedingen stammenden Grafschafter Bachem nie in den Sinn gekommen. Verwurzelt bleiben in der Heimat und Herzblut geben für die anstehenden Aufgaben in Remagen hatten stets Vorrang. Schon Alt-Bürgermeister Hans Peter Kürten hatte vor 25 Jahren betont, dass Geldsparen und Rationalisierungen Krämers Stärken seien. „Das kann ich bestätigen“, so Georgi. Er ergänzte, dass Krämer der Mensch sei, der bei jeder neuen Aufgabe für die Stadt sich zuerst frage, was er selbst zur Lösung beitragen kann. „Bangemachen vor ungewohnten Herausforderungen gilt für ihn, der ein Vorbild an Einsatzbereitschaft ist, nicht. Für mich als Verwaltungschef war eine solche rechte Hand von Anfang an ein Glücksfall.“

Besonders im Bereich der Finanzen verfüge der Zahlenmensch Krämer über viel Fachwissen und Erfahrung. Auch schwierige Aufgaben wie die Umstellung auf den Euro und die von Kameralistik auf Doppik habe er mit dem Team mit Bravour bewältigt. „Natürlich gab es auch schlaflose Nächte wegen Dienstaufsichtsbeschwerden und drohenden Gerichtsverfahren“, räumt Krämer zum aus seiner Sicht „Foulspiel“ früherer Stadtratsmitglieder ein, das viele Juristen beschäftigte. Doch für ein gutes Torverhältnis sprächen heute Neubaugebiete, die Rheinpromenade, drei Kunstrasenplätze, gut aufgestellte Feuerwehren und Schulen sowie sprudelnde Steuereinnahmen dank der Entwicklung des Gewerbegebietes.

"Alle Bürger profitieren"

Der zweite zu ehrende Fachbereichsleiter, Gisbert Bachem, der 1978 als Azubi bei der Stadt begann, habe sich über die Jahre hinweg in einem „Metier mit vielen Fußangeln“ großes Ansehen erworben, so Georgi. 15 Jahre war er bei den Stadtwerken mit den Betriebszweigen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung tätig. „Ich wollte Werksleiter werden, doch als 1997 Bürgermeister Lorenz Denn mich fragte, ob ich das Bauamt übernehmen möchte, habe ich eingewilligt. Die Vielfältigkeit der Aufgaben, das Schaffen von Infrastruktur, auch der Kontakt mit den Bürgern bei Anliegerversammlungen – das alles machte diese Entscheidung zur richtigen. Wir führen aus und alle Bürger profitieren“, bilanziert Bachem.

Von Beginn seiner Tätigkeit an war ein wesentlicher Punkt die Begleitung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Remagen-Süd“, die in Kürze zum Abschluss gebracht wird. Mit dem neuen Mannschaftskapitän Ingendahl.

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