Gottesdienst in Remagen: Die Remagener Kapelle Sankt Martin wird profaniert

Gottesdienst in Remagen : Die Remagener Kapelle Sankt Martin wird profaniert

Rückläufige Zahlen der Gottesdienstbesucher haben Auswirkungen auf die katholische Pfarrei in Remagen. Die Sonntags-Gottesdienste werden ab Juli in die Krankenhauskapelle von Maria Stern verlegt.

„Da wird es eine sicher schmerzhafte Veränderung geben, die die Martinskapelle betrifft“, teilten Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat von Sankt Peter und Paul mit. Das Gotteshaus wird profaniert.

Die Martinskapelle wurde in den 70er Jahren gebaut, als sich Remagen immer mehr in Richtung Kripp erweiterte. Erwartete steigende Zahlen an Gottesdienstteilnehmern blieben von Anfang an jedoch aus. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Gottesdienstteilnehmer stetig zurückgegangen. Dazu kommt der hohe finanzielle und personelle Aufwand zum Unterhalt und zum Betrieb der Kapelle.

Deshalb haben die Gremien von Sankt Peter und Paul in Absprache mit dem Pfarreienrat entschieden, dass die Martinskapelle für Gottesdienste nicht mehr weiter aufrechterhalten werden kann. Dies wurde auch mit dem Bischöflichen Generalvikariat in Trier besprochen.

Der Trierer Bischof, Stephan Ackermann, hat nun nach Anhörung durch die bischöflichen Behörden die Profanierung der Martinskapelle angeordnet. Diese erfolgt am Sonntag, 24. Juni, um 9 Uhr mit einer letzten Heiligen Messe, die dort gefeiert wird. Um der Gottesdienstgemeinde von Sankt Martin und allen anderen Gläubigen weiterhin eine Teilnahme an einer sonntäglichen frühen Eucharistiefeier zu ermöglichen, haben die Gremien beschlossen, diese nun in der Kapelle des Krankenhauses Maria Stern zu feiern. Dem hat die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Nonnenwerth zugestimmt. Ab dem 1. Juli wird die Heilige Messe sonntags um 8.15 Uhr in der Krankenhauskapelle Maria Stern stattfinden. Die Vorabendmesse am Samstag in der Krankenhauskapelle entfällt ab diesem Zeitpunkt. Bei Bedarf wird der Pfarrgemeinderat Sankt Peter und Paul für ältere und gehbehinderte Gläubige einen Fahrdienst von Sankt Martin zur Krankenhauskapelle anbieten.

Wie es mit dem Gebäude nach der Profanierung weitergeht, dazu gibt es einen Informationsabend. Pfarrer Frank Klupsch lädt alle Interessierten für Montag, 7. Mai, ab 19 Uhr in die Martinskapelle ein.

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