1. Region
  2. Ahr & Rhein
  3. Remagen

Neugestaltung der Kripper Promenade: Die Linden drohen zu verschwinden

Neugestaltung der Kripper Promenade : Die Linden drohen zu verschwinden

Die Anlieger der Rheinpromenade in Kripp sind in Sorge, dass rund 100 mehr als 100 Jahre alte Bäume nahe der Fähre gefällt werden könnten - im Zuge einer vom Ortsbeirat gewünschten Neugestaltung der Uferpromenade.

Der alte, zum Teil gewölbte Asphalt, soll verschwinden und einer helleren Bodenschicht weichen, ähnlich der, die man im benachbarten Remagen an Teilen der Rheinpromenade aufgetragen hat. Ob der Asphaltabbau aber möglich ist, ohne die Kopflinden nachhaltig zu schädigen, ist fraglich. Daher habe der Ortsbeirat von Kripp nach Auskunft der Anlieger in Erwägung gezogen, die Bäume entfernen zu lassen und Neuanpflanzungen durchzuführen. Allerdings: Entschieden ist nichts. Wie die Stadt Remagen auf Anfrage des General-Anzeigers mitteilte, will sich der Kripper Ortsbeirat nun erneut mit der Thematik beschäftigen. Die öffentliche Sitzung ist am 22. Januar

"Wir waren schon sehr erstaunt, als wir hörten, dass die uralten Bäume, die seit Jahrzehnten die Rheinpromenade prägen, einfach verschwinden sollen", sagte Anlieger Hans Diedenhofen. Er verfügt über ein Foto aus dem Jahre 1920, das die damals bereits ausgewachsenen Kopflinden zeigt. Zudem verwies er auf die Baumsatzung der Stadt Remagen, wonach Bäume nicht so ohne weiteres der Säge zum Opfer fallen dürfen. Erst recht dann nicht, wenn sie einen das Ortsbild prägenden Charakter haben und einen Stammdurchmesser von zumindest 80 Zentimeter aufweisen. Das ist bei den Linden der Fall.

"Entschieden ist derzeit noch gar nichts", erklärte Bauamtsleiter Gisbert Bachem. Richtig sei jedoch, dass an eine Neugestaltung des Uferbereichs gedacht sei. Das Wurzelwerk der Linden habe teilweise den Asphalt gehoben, nicht ungefährliche Stolperfallen seien entstanden. Ein Sachverständiger soll nun untersuchen, ob der derzeitige Belag entfernt und gegen einen neuen ausgetauscht werden kann, ohne die Linden in Mitleidenschaft zu ziehen.

Das letzte Wort habe jedoch der Ortsbeirat. So sehe es die Hauptsatzung der Stadt vor.