Kommunalpolitik: Der Ortsbeirat nimmt die Arbeit in Remagen auf

Kommunalpolitik : Der Ortsbeirat nimmt die Arbeit in Remagen auf

Remagen hat wieder einen arbeitsfähigen Ortsbeirat. Wilfried Humpert wurde von Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl zum neuen Ortsvorsteher ernannt, die 13 Ortsbeiratsmitglieder wurden verpflichtet.

Zunächst hieß es jedoch Abschied von einem langjährigen Kommunalpolitiker zu nehmen: Walter Köbbing, der die Geschicke der Stadt an entscheidender Stelle über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat, hatte zwar zur konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates als deren noch amtierender Vorsitzender eingeladen, gab dann aber den Staffelstab an Wilfried Humpert (FBL) ab, der bei der Kommunalwahl mit einem starken Ergebnis von den Remagenern in Urwahl zum neuen Ortsvorsteher gewählt worden war.

Ingendahl lobte zu Beginn der Ortsbeiratssitzung Köbbings engagierte Arbeit für die Stadt. Der Christdemokrat stand nicht nur viele Jahre an der Spitze der CDU-Fraktion im Stadtrat, er führte auch den Stadtverband der Union an. Zudem war er Ortsvorsteher in Remagen. Nach seiner gescheiterten Kandidatur für das Bürgermeisteramt zog er sich komplett aus der Remagener Kommunalpolitik zurück.

Der neue Ortsvorsteher Wilfried Humpert ist 66 Jahre alt und seit 1989 in der Kommunalpolitik aktiv. Seit 2015 führt er die Freie Bürgerliste (FBL) an. Bei der Wahl zum Ortsvorsteher hatte er sich mit 57,1 Prozent im ersten Wahlgang gegen zwei Mitbewerber klar und deutlich durchgesetzt.

„Ich freue mich, dieses Amt annehmen zu dürfen“, sagte Humpert nach seiner Vereidigung. An die Mitglieder des neuen Ortsbeirates adressiert sagte er: „Wir wollen sachlich und ergebnisorientiert zusammenarbeiten.“

Zu Humperts Stellvertreter wurde in geheimer Wahl Tim Schäfer gewählt. Er war – als deren Mitglied – von den Grünen vorgeschlagen worden. Er erhielt acht Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen. Einige Beiratsmitglieder enthielten sich.

Die SPD ist im Remagener Ortsbeirat mit zwei Sitzen vertreten, die CDU mit drei Mandaten. Stärkste Fraktion bilden die Grünen mit vier Mandatsträgern, die Freie Bürgerliste besetzt drei Sitze, während auf die WGR als Ergebnis der Kommunalwahl ein Sitz entfällt.

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