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Alte Remagener Post macht Platz für Aldi-Discounter

Bauprojekt für 30 Millionen Euro : Alte Remagener Post macht Platz für Aldi-Discounter

Das Gebäude der ehemaligen Post in Remagen soll einer gefälligen neuen Architektur weichen. Der Bau eines Aldi-Discounters nebst neuen Gebäudeensembles ist vorgesehen. Details dazu gab es jetzt im städtischen Fachausschuss.

Geht es nach der CI Projektentwicklungs GmbH in Frankfurt, dann wird das Gebäude der ehemaligen Post in Remagen so schnell wie möglich verschwinden und einer gefälligen neuen Architektur weichen. Dort ist der Bau eines Aldi-Discounters nebst neuen Gebäudeensembles geplant. Nun wurde dem Remagener Bauauschuss eine überarbeitete Konzeption vorgestellt. Die gesamten Projektkosten liegen bei rund 30 Millionen Euro.

Wie Peter-Josef Königstein von der Investorengemeinschaft und Projektentwickungsgesellschaft dem GA mitteilte, wird ein Ensemble aus Einzelhandel und Wohnen entstehen. Im Herzen der Bebauung soll ein rund 1000 Quadratmeter großer Aldi angesiedelt sein, dessen Stellplätze in einer Tiefgarage vorgesehen sind. Per Aufzug geht es dann für die Kunden ins Geschäft.

Rund 50 Wohneinheiten sollen gebaut werden

Das gesamte Karree zwischen Jahnstraße, Von-Lassaulx-Straße und der Straße „Am Sportplatz“ wird nach der Planung komplett verändert. So will Königstein Gebäude mit fünf Vollgeschossen, teilweise auch nur mit drei oder vier Geschossen nebst jeweiligen Staffelgeschossen errichten lassen. Rund 50 Wohneinheiten sind in der Konzeption für Betreutes Wohnen beabsichtigt, 38 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von knapp 70 Quadratmetern könnten an der Von-Lassaulx-Straße platziert werden. In einem Querriegel werden zudem 60 bis 70 „Mikro-Appartements“ von je 35 Quadratmetern untergebracht. Gedacht ist sowohl an Eigentums- als auch an Mietwohnungen.

So schnell wie möglich möchte Königstein Baurecht erlangen, um das Vorhaben umsetzen zu können. Zunächst bedarf es jedoch einer Änderung des für das Postgelände derzeit noch gültigen Bebauungsplans. Hat ein neuer Bebauungsplan Rechtskraft erlangt, will die Frankfurter Unternehmung den Bauantrag stellen. Königstein: „Durch die Corona-Krise liegen wir mit unseren Planungen einige Monate zurück. Wir wollen nun nichts mehr auf die lange Bank schieben.“

Eng wolle man mit der Stadt Remagen zusammenarbeiten, um das ambitionierte Projekt im Herzen der Stadt umzusetzen. Man habe sich für eine gefällige Architektur entschieden, die für eine städtebauliche Aufwertung sorge. Königstein: „Es wird dort nicht irgendeine Kiste entstehen.“ Insbesondere verwies der Projektentwickler und Investor auf einen begrünten Innenhof. Auch soll der Verkehr so gelenkt werden, dass Belästigungen weitgehend vermieden würden.

Remagener Fachausschuss will Verkehrsuntersuchung durchführen

Im Remagener Fachausschuss will man dennoch eine Verkehrsuntersuchung anstreben. Besonders das Nadelöhr an der Bahnunterführung könnte durch die Magnetwirkung, die ein Aldi-Discounter in aller Regel entfacht, zum Problem werden. Auch die Vorstellung, dass einige kleinere Einzelhandels- oder Dienstleistungsgeschäfte im neuen Komplex ebenfalls ihre Heimat finden könnten, stößt derzeit auf wenig Gegenliebe.

Bürgermeister Björn Ingendahl verwies in dem Zusammenhang auf das Einzelhandelskonzept der Stadt. Danach haben alle innenstadt-unverträglichen Ansiedlungen am Rand der Kernstadt zu unterbleiben – den Geschäften rund um die Fußgängerzone soll keine Konkurrenz erwachsen. Im Zuge der Baumaßnahmen werden nach der jetzigen Planung zwei alte Bäume weichen müssen. Dies wurde insbesondere von den Grünen beanstandet. Königstein sagte jedoch zu, für angemessene Ausgleichsbepflanzungen zu sorgen.