Mitgliederversammlung der CDU: Norbert Heidgen bleibt Chef in Bad Breisig

Mitgliederversammlung : Norbert Heidgen bleibt CDU-Chef in Bad Breisig

Den Bad Breisiger Christdemokraten haben sich zwei Bewerber für die Landtagskandidatur vorgestellt: Petra Schneider und Frank Gondert. Norbert Heidgen wurde als Vorsitzender der CDU Bad Breisig wiedergewählt.

Norbert Heidgen bleibt Vorsitzender der CDU in Bad Breisig. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Gymnasiallehrer in seinem Amt bestätigt. Neben einer Rückschau auf ein wenig erfolgreiches kommunalpolitisches Jahr wurde die Mitgliederversammlung der Bad Breisiger Christdemokraten dazu genutzt, mit Petra Schneider und Frank Gondert die beiden Landtagskandidaten vorzustellen, die sich im März einem Nominierungsverfahren stellen werden.

Zudem präsentierte man mit Marcel Caspers den Kandidaten der Union für die Verbandsbürgermeisterwahl. Auch Caspers wird erst im März offiziell in einer eigenen Versammlung zum Kandidaten aufgestellt.

2019 war kein gutes Jahr

2019 war kein gutes Jahr für die Bad Breisiger CDU. Bei der Kommunalwahl verlor man nicht nur Stimmen und Mandate, sondern auch den Bürgermeisterposten in der Stadt. „Wir haben dem Bürger unser Wahlprogramm nur unzureichend vermitteln können“, meinte Heidgen selbstkritisch. Insbesondere die Querelen um die Römer-Thermen seien wenig förderlich gewesen: „Wir haben nicht klar genug gemacht, mit welchen Schritten wir das Defizit des Bades reduzieren und wie wir das Bad erhalten wollen“, sagte Heidgen.

Dennoch gebe es keinen Grund, „in Sack und Asche zu gehen“. Es gebe sehr wohl gesunde Perspektiven: Die hundertjährige Badtradition gelte es fortzusetzen, vielleicht mit Hilfe eines privaten Investors. Die Energiegewinnung aus dem vorhandenen Thermalwasser und der Aufbau eines Nahwärmenetzes seien eine große Zukunftschance. Dass erneut die Schaffung von Kindergartenplätzen erforderlich sei, zeige auf, dass Bad Breisig eine junge Stadt sei.

Vielversprechend könne ein gemeinsames neues Gewerbegebiet der Stadt und ihrer zum Verband gehörenden Gemeinden an der Autobahn nahe Waldorf sein. Und mit dem Projekt „Starke Kommunen, starkes Land“ nutze man in bester Manier die Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit. Was den desolaten Haushalt der Stadt anbetrifft, so hofft Heidgen auf eine „Koalition der Vernunft“.

Petra Schneider und Frank Gondert wollen Nachfolger von Guido Ernst werden

Am 17. März wird die CDU ihren Kandidaten für die Landtagswahl im Wahlbezirk 13 (Remagen, Sinzig, Bad Breisig) küren. Sowohl Petra Schneider aus Niederzissen als auch Frank Gondert aus Burgbrohl wollen die Nachfolge von Guido Ernst antreten, der nach 25 Jahren nicht mehr dem Landtag angehören will. „Ich traue mir die Aufgabe zu“, sagte Petra Schneider (47 Jahre). Die Mutter von zwei Söhnen gehört seit 16 Jahren dem VG-Rat im Brohltal an, ist Mitglied des Kreistages und im Vorstand der Kreis-Frauen-Union. „Ich verfüge über Erfahrung“, meinte die gelernte Bankkauffrau und ehemalige Bad Breisiger Brunnenkönigin. Für eine „gute Infrastruktur“ wolle sie sich einsetzen, die Städte und Gemeinden wolle sie stärken.

Was Frank Gondert auch möchte. Der promovierte 40-jährige Jurist arbeitet beim Bundesrechnungshof und ist nebenher Bürgermeister von Brohl-Lützing. Er prangerte insbesondere die mangelnde Finanzausstattung der Kommunen durch das Land an: „Ich will, dass der Finanzausgleich geändert wird.“ Unterrichtsausfälle an den Schulen, mangelnde Polizeipräsenz und eine personell dramatisch unterbesetzte Justiz sind weitere Themen des Kandidaten.

Marcel Caspers, Kämmerer im Bad Breisiger Rathaus, stellte sich ebenfalls kurz vor: Er will Bernd Weidenbach beerben und Verbandsbürgermeister werden. Der 34-jährige Finanzfachmann bat schon jetzt um Vertrauen. Dem Beifall der CDU-Mitglieder nach zu schließen, besitzt er dieses.