Zwei Menschen starben auf der Autobahn: Unfallstatistik für die A61 und die A48 veröffentlicht

Zwei Menschen starben auf der Autobahn : Unfallstatistik für die A61 und die A48 veröffentlicht

Die Autobahnpolizei Mendig legt die Unfallstatistik für die A 61 und die A 48 vor. Hauptursache bei Kollisionen: zu geringer Sicherheitsabstand zum Vordermann.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Mendig (PASt) wurden im vergangenen Jahr zwei Menschen durch Verkehrsunfälle getötet. 2017 gab es einen Verkehrstoten. 29 Personen wurden 2018 schwer, 106 leicht verletzt. Dies ist ein Rückgang um 30 Verletzte gegenüber 2017. Die Zahl von Unfällen mit Personenschäden sank von 115 auf 89. Insgesamt verzeichnete die PASt Mendig 952 Verkehrsunfälle. Davon 675 auf der A 61 mit den Zubringern A 571 (Sinzig) und A 573 (Ahrweiler). Diese Zahlen legte die Autobahnpolizei in ihrer aktuellen Unfallstatistik vor.

Die von Heribert Hänzgen geleitete Autobahnpolizei Mendig ist zuständig für die A 61 vom Meckenheimer Kreuz bis Metternich inklusive der Zubringer A 571 und A 573 und die A 48 vom Koblenzer Kreuz bis Ulmen. Das sind 102 Kilometer Autobahn.

Auf der A 61 fahren täglich rund 72.000 Fahrzeuge, davon 22 Prozent Lastwagen. Etwa 31.000 Fahrzeuge nutzen die A 48, davon 17 Prozent Lastwagen.

Hänzgens wichtigste Feststellung: „Als Hauptunfallursache wurde 2018 nicht angepasste Geschwindigkeit von zu geringem Sicherheitsabstand abgelöst.“

226 Unfälle oder 24 Prozent geschahen wegen mangelnden Sicherheitsabstandes. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit kam es in 168 Fällen oder 18 Prozent zum Unfall. „Gerade die unangepasste Geschwindigkeit als Ursache war 2018 stark rückläufig. Gegenüber 2017 passierten aus diesem Grund 32 Prozent weniger Unfälle“, so der Dienststellenleiter. Er führt das „auf den erhöhten Verfolgungsdruck durch mobile Geschwindigkeitsmessanlagen“ zurück.

Durch Alkohol und Drogen verursachte Zahl der Unfälle gestiegen

An dritter Stelle der Unfallursachen liegen nahezu unverändert Fehler beim Überholen. Mangelhafte Ladungssicherung verursachte 69 Unfälle, 14 mehr als in 2017 und ist die vierthäufigste Unfallursache.

Die Unfallzahlen auf der A48 sind um 18 Prozent rückläufig, während sie auf der A 61 um sechs Prozent gestiegen sind. Grund dafür waren laut Statistik vor allem die Baustellen. Das Ende der Baustelle auf der A 48 zwischen Ochtendung und Koblenz ließ die Unfallzahlen auf der A 48 sinken. Gestiegen sind die Zahlen auf dem Abschnitt der A 61 zwischen Kruft und Mendig, da dort eine Baustelle eingerichtet war, so die Autobahnpolizei Mendig.

Bei 375 Unfällen (2017: 386) waren Lastwagen beteiligt. Lkw-Fahrer waren in 282 Fällen der Unfallverursacher. Hänzgen: „Gesamt betrachtet bedeutet das, dass Lkw-Fahrer 30 Prozent aller Unfälle verursacht haben. In den meisten Fällen (81) war falscher Abstand der Auslöser von Unfällen mit Lastwagen.“

2017 flüchteten 162 Unfallbeteiligte vom Ort des Geschehens. In 2018 waren es mit 160 zwei weniger. Die Aufklärungsquote bei Unfallflucht konnte von 22,2 auf 39 Prozent gesteigert werden.

Angestiegen ist die Zahl der Unfälle, verursacht durch Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinwirkung. 13 Fällen im Jahr 2017 stehen 17 im Jahr 2018 gegenüber. Dabei wurden zwei Menschen schwer und drei leicht verletzt. Im Rahmen der alltäglichen Überwachung der Autobahn ertappte die Polizei 66 Fahrer unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln.

Hänzgens Fazit: „Die Autobahnpolizei sieht in der Statistik für 2018 einen leicht positiven Trend. Ein Schwerpunkt unserer Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Unfälle liegt in der verstärkten Kontrolle des Schwerverkehrs.“

Was in der Polizeistatistik nicht auftaucht, ist ein Problem, mit dem vor allem Rettungsdienst und Feuerwehren bei Unfällen auf der A 61 konfrontiert werden. „Trotz massiver Öffentlichkeitsarbeit gibt es immer noch viele Autofahrer , für die Rettungsgasse ein Fremdwort ist.“ Das haben die Feuerwehren des Kreises Ahrweiler vor allem auf dem A 61-Streckenabschnitt zwischen Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Meckenheimer Kreuz festgestellt. Die Devise der Feuerwehr: „Autofahrer, die die Rettungsgasse versperren, zeigen wir rigoros an.“

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