Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe: Plädoyer für mehr Bürgerbeteiligung

Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe : Plädoyer für mehr Bürgerbeteiligung

Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler diskutiert über den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und den darin enthaltenen A1-Ausbau und die Ortsumgehung Lohrsdorf.

Weil bei der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) keine Vorstandswahlen anstanden, nahm die Diskussion über den „Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030“ (BVWP) einen breiten Raum ein. Verkehrswirtschaftliche und umweltpolitische Fragestellungen bezogen sich vor allem auf den Neubau der A1 zwischen Lommersdorf und Kelberg und die Überlegungen zur Ortsumgehung Lohrsdorf.

Der Vorsitzende Reinhard van Ooyen ging nach seiner Begrüßung auch auf all das ein, was der BUND im vergangenen Jahr geleistet habe. Er betonte die Bedeutung sowohl der aktiven wie auch der inaktiven Mitgliedschaft in einem Umweltverband und überreichte den aktiven Mitgliedern im Vorstand und in diversen Arbeitskreisen als Belohnung, Ansporn und Stärkung ein Weinpräsent.

Am Beispiel des aktuellen Entwurfs des Verkehrswegeplans, der die Verkehrsinfrastruktur für die nächsten 15 Jahre beinhaltet, zeigte van Ooyen Möglichkeiten auf, die innerhalb der Bürgerbeteiligung jeder habe. Dazu gehörten der Kampf gegen unsinnige und umweltzerstörende Bauvorhaben, die Veranlassung zur Prüfung eigener Alternativen und Varianten zum Schutz von Klima und Landschaft und die öffentliche Diskussion über die Mobilität, die 2030 tatsächlich gebraucht werde.

Entscheidend war dazu für van Ooyen ein Richtungswechsel weg vom alleinigen Straßenbau zu einer Gesamtverkehrsplanung mit allen Verkehrsträgern ebenso wie kein Neubau von Straßen, wenn Sanierung oder Ausbau von Bundesstraßen möglich seien. Er stellte die Prinzipien der Planungen bei den Straßenbauprojekten A1 und der Ortsumgehung Lohrsdorf vor und verwies darauf, dass ministerielle Zielvorhaben im Bundesverkehrswegplan mit Bezug auf Natur und Landschaft nicht eingehalten würden.

Für van Ooyen blieb die logische Aufforderung: „Nehmen Sie sich, nehmen wir uns möglichst zahlreich das Recht als Bürgerinnen und Bürger, die deutlichen Fehlentwicklungen bei den Planungen aufzuzeigen und für eine bessere Verkehrspolitik einzutreten.“ Hinweis für interessierte Bürger fänden sich unter www.bvwp-projekte.de/strasse.

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