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Bürgermeisterwahl in Bad Breisig: Marcel Caspers tritt als unabhängiger Kandidat an

Bürgermeisterwahl in Bad Breisig : Marcel Caspers tritt als unabhängiger Kandidat an

Die Bad Breisiger CDU stellt sich einstimmig hinter den Bewerber um das Amt des Verbandsbürgermeisters. Der 34-jährige Kämmerer sieht Digitalisierung als Marathon an, den es zu absolvieren gelte. Für den Umweltschutz setzt er auf interkommunale Zusammenarbeit.

Marcel Caspers, 34-jähriger Kämmerer im Bad Breisiger Rathaus, will sich als unabhängiger Kandidat um das Amt des Verbandsbürgermeisters von Bad Breisig bewerben. Dafür sammelt er Unterstützungsunterschriften. 80 braucht er. Und die will er Ende der Woche zusammen haben.

Caspers sucht aber auch das Gespräch mit den Parteien. So am Dienstagabend bei der CDU. Die CDU um Norbert Heidgen war es auch gewesen, die an Caspers herangetreten war und ihn gebeten hatte, als unabhängiger Kandidat anzutreten. Denn, so Heidgen: „Als parteiloser Kandidat kann Marcel Caspers in den politischen Gremien überparteilich arbeiten. Das ist sehr wichtig, denn wir glauben, dass die künftigen Herausforderungen in der Verbandsgemeinde umso besser zu bewältigen sind, je mehr die politischen Parteien und Gruppierungen an einem Strang ziehen.“

Caspers wurde indes bei seiner Vorstellung deutlich: „Es muss Schluss damit sein, dass sich die Parteien untereinander Vorwürfe machen und wir dadurch bei den Themen keinen Schritt weiterkommen. Ich bin mir sicher, dies ist auch im Interesse der Bürger. Der ständige Streit der Parteien lähmt unsere Fähigkeit, entschlossen zu handeln. Deshalb ist es mein Ziel, die vor uns liegenden großen Herausforderungen als unabhängiger und überparteilicher Kandidat anzugehen. So ist wieder eine allein sachorientierte Politik in unserer Verbandsgemeinde möglich.“

Der 34-jährige Verwaltungsfachwirt, der mit Ehefrau Sabine und Sohn Nils (10) in Rheineck wohnt, stellt seinen Bürgermeisterwahlkampf unter das Motto „gemeinsam für alle“. Soll heißen, alle Generationen stehen für ihn im Mittelpunkt. Dabei reichen seine Ideen von eine aktiven Kinderbeteiligung an der Stadt- und Ortsplanung (“Warum fragen wir nicht unsere Kinder, wie wir Spielplätze verbessern sollen?“) bis hin zur Mobilität für Senioren durch einen „finanzierbaren Seniorenbus“. Caspers fordert dazu auf, in der Verbandsgemeinde Bad Breisig „eine Mehrgenerationenpolitik zu leben“. Dies auch durch Bauland für junge Familien bei gleichzeitiger Stärkung der Ortskerne. Und über neuen Gewerbegebieten, die den Wirtschaftsstandort stärken sollen, dürften die bestehenden Gewerbebetriebe (“Das sind jetzt schon unsere Steuerzahler.“) nicht vergessen werden. Digitalisierung sieht er als Marathon an, den es zu absolvieren gelte, und für den Umweltschutz setzt er auf interkommunale Zusammenarbeit. Das Bad Breisiger Thermalwasser soll für ein Nahwärmenetz genutzt werden, der Wald so bewirtschaftet werden, dass er „so bleibt, wie wir ihn kennen“. Dieses zu koordinieren bedürfe eines Klimaschutzmanagers.

Fördern will Caspers, dem die CDu einstimmig Unterstützung zusagte, den sanften Tourismus, die vereine und das Ehrenamt. Und schließlich soll das Rathaus zum modernen Dienstleistungsunternehmen werden.