Krankenhäuser im ländlichen Raum: Landfrauen protestieren gegen Schließungspläne

Krankenhäuser im ländlichen Raum : Landfrauen protestieren gegen Schließungspläne

Bei einer Delegiertentagung gibt es auch von den Frauen aus dem Kreis Ahrweiler eine klare Forderung: Die Geburtshilfestationen auf dem Land müssen bleiben.

Die Landfrauen rufen zum Widerstand gegen die fortschreitenden Schließungen von Geburtsstationen auf. In Rheinland-Pfalz sind seit 2009 knapp 40 Prozent der Kreißsäle mit der Begründung geschlossen worden, dass sie nicht profitabel genug seien.

Dem gegenüber steht eine Zunahme der Geburten von knapp 25 Prozent zur gleichen Zeit. Die Schließung von Geburtshilfestationen in den Krankenhäusern bedeutet für werdende Mütter, dass sie für die medizinische Betreuung zunehmend lange Wege auf sich nehmen müssen und die damit verbundenen Risiken einer echten Gefährdung für die eigene und für die Gesundheit des Kindes. Weiterhin sei nach Mitteilung der Landfrauenvereinigung feststellbar, dass mit den Geburtsstationen meistens auch die angegliederten Gynäkologien verloren gehen.

Landfrauen: Forderungen nach besserer Versorgung für Geburten

Die Landfrauen fordern, diese Entwicklung zu stoppen und eine qualitativ hochwertige und eine gut erreichbare medizinische Versorgung auf dem Land sicherzustellen. Die Zukunftsfähigkeit und Lebendigkeit des ländlichen Raumes hänge von der Anzahl der Geburten ab. Nur dort, wo eine geburtsmedizinische Versorgung sichergestellt sei, hätten junge Frauen und Familien gute Bleibeperspektiven.

Auf der Delegiertentagung des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau wurde nun der Startschuss zur Unterschriftenaktion der gemeinsamen Forderung mit dem Landesverband der Hebammen Rheinland-Pfalz und dem Verein Mother Hood gegeben.

„Die Landfrauen im Kreis Ahrweiler unterstützen die Forderung zum Erhalt der Geburtsstationen und rufen zum Umdenken von Politik und in den Krankenhäusern auf. Auch wir werden Unterschriften im Kreis Ahrweiler sammeln, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen“, so die Vorsitzende Ingrid Strohe aus Dedenbach.

Die Präsidentin des Landesverbandes Rheinland-Nassau, Rita Lanius-Heck, kündigte eine für dieses Anliegen bereits terminierte Demonstration am 25. September in Mainz an. Die zuständige Landesministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) habe ihre Anwesenheit zugesagt. Die Übergabe der Unterschriften sei an diesem Tag vorgesehen, teilte Ingrid Strohe dem GA mit.

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