TV Sinzig richtet Dankabend des Sports aus: Kleine Grazien und knallharte Jungs

TV Sinzig richtet Dankabend des Sports aus : Kleine Grazien und knallharte Jungs

Beim Dankabend des Sports, zu dem Landrat Jürgen Pföhler die Mitglieder der rund 200 Sportvereine im Kreis schon zum 15. Mal einlud, sahen die Gäste ein abwechslungsreiches Spektakel. Gastgeber war diesmal der TV Sinzig, der in der Halle des Rhein-Gymnasiums auch die Bewirtung der Gäste übernahm.

Wenn Landrat Jürgen Pföhler einmal im Jahr zum „Dankeschön-Abend des Sports“ einlädt, dann wartet eine Gala mit vielen Effekten, tollen Darbietungen, sportlichen Spitzenleistungen und kulinarischen Genüssen auf die Besucher. Diesmal war es nicht anders. Aktive und Funktionäre von 115 Sportvereinen sowie zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, um an der großen Party des AW-Sports teilzunehmen. Ausrichter war der TV Sinzig, der in der Sporthalle des Rhein-Gymnasiums die Bewirtung übernommen hatte und die Fäden der Veranstaltungsorganisation zog. Es war der inzwischen 15. Dankeschön-Abend, einmal mehr wurde er zum großen Spektakel.

Die „Neue Deutsche Welle“ mit Geier Sturzflug und Major Tom zog musikalisch in die voll besetzte Halle ein, als die Tanzgruppe der Remagener Stadtsoldaten mit ihren Solotänzerinnen Anna Schäfer und Sarah Krumscheid in feiner Choreografie bestens einstudierte Tänze präsentierten. Der Grazie folgte knallharter Männersport: Mohamed Abdallah aus Sinzig lieferte eine Kampfsportvorstellung, die erahnen lässt, was an Kraft, Technik und Disziplin erforderlich ist, um K1-Europameister zu werden. Diesen Titel hatte der 22-Jährige neben der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr erkämpft. Und in drei Wochen soll noch ein weiterer krönender Erfolg hinzukommen: Am 19. November kämpft er in der Remagener Rheinhalle um die Weltmeisterschaft (Beginn 18 Uhr).

Die siebenjährige Greta Pörzgen und die zwei Jahre ältere Thea Klar aus Sinzig, die bereits in der TV-Sendung „Klein gegen Groß“ brillierten, führten „Zwillingsrollen“ und weitere akrobatische Turnübungen vor. Die beiden als „Maikäfer“ verkleideten Sportlerinnen durften sich über besonders viel Applaus freuen. Den bekam auch Fritz Langenhorst, der erst wenige Tage zuvor vom Innenminister des Landes die Freiherr-vom-Stein-Plakette erhalten hatte. Diesmal war es die Goldene Ehrenplakette des Landessportbundes, die er für seine großen Verdienste um den Sport erhielt. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Präsidentin des Landessportbundes, Karin Augustin. Seit 56 Jahren arbeitet der Ramersbacher, der zudem Ortsvorsteher in seinem Heimatort, Mitglied des Kreistages und Kreisbeigeordneter ist, ehrenamtlich für das Wohl der Vereine. LSB-Präsidentin: „Sie führen ein Leben für den Sport.“

Olympiateilnehmer Peter Joppich gewährte den Zuschauern einen Einblick in die Welt der hohen Fechtkunst und lieferte sich mit dem ebenfalls sehr erfolgreichen Fechter Marius Braun ein spannendes Gefecht. Zur allgemeinen Nervenberuhigung gab dann Solo-Mariechen Anna Maria Weiler aus Niederzissen einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Karnevalssession. Die Gewinnerin des rheinland-pfälzischen Tanzsportpokals und Siegerin der German-Dance-Trophy bot eine Glanzleistung.

Wie in jedem Jahr, war der Abend auch mit einer Tombola verbunden. Zu gewinnen gab es Eintrittskarten zu Bundesliga-Spielen, Spargutscheine oder auch einen Wochenendurlaub. So hatte sich für 19 Besucher das Kommen besonders gelohnt. Zu guter Letzt präsentierte Landrat Pföhler als Gastgeber seinen Gästen eine außergewöhnliche Darbietung: Ein Holzsportfällwettbewerb wartete auf die Zuschauer. Thomas Sterz und Leo Schäfer aus dem Westerwald zeigten, wie in Höchstgeschwindigkeit mit Axt und Säge Holzblöcke zu Kleinholz verarbeitet werden können.

Im Kreis gibt es 200 Sportvereine, in denen 40.000 Menschen aktiv sind. Das sind fast ein Drittel aller Einwohner. „Vereine schaffen Identifikation. Sie bieten eine sinnvolle Möglichkeit der Freizeitgestaltung und vieles mehr. Wichtige Werte wie Kameradschaft und Teamfähigkeit werden unseren Jugendlichen spielerisch vermittelt. Gerade in der heutigen Zeit, einer Zeit voller Veränderungen und Orientierungslosigkeit, sind Vereine ein wichtiger Stabilisator und ein Garant für Kameradschaft und Geselligkeit“, sagte Pföhler.