Ahrweiler Calvarienberg: Investor plant einen Workshop

Ahrweiler Calvarienberg : Investor plant einen Workshop

Am 30. August wurde in Aachen der Vertrag mit der Landmarken AG unterzeichnet, im Sommer 2017 verlassen die Ursulinen den Berg. Der Investor kann sich verschiedene Nutzungsvarianten vorstellen.

„Generationenübergreifendes Wohnen, das fand ich zum Beispiel gut und um das wird es am Ende im Großen und Ganzen auch gehen“, so Sr. Maria. Klarheit soll ein Workshop bringen, der am 3. November auf dem Berg stattfinden wird.

Dazu Kolja Linden, Pressesprecher des Investors: „Wir nennen das World-Café. Wir teilen rund 30 Teilnehmer von der Denkmalbehörde, über Schulvertreter, Ursulinen bis hin zu städtischen Repräsentanten in drei Gruppen ein. Nachdem wir uns als Unternehmen und eine Architektin das Gebäudeensemble vorgestellt haben, kann jeder seine Wünsche äußern und Ideen entwickeln. Danach werden die Ergebnisse präsentiert. Am Ende schauen wir, was realisier- und finanzierbar ist.“

Was die Generaloberin nicht müde wird zu betonen ist der Umstand, dass sich an der Weiterführung des Tagesinternats sowie des Gymnasiums und der Realschule mit 1200 Schülern ohne Einschränkung nichts ändern wird. „Zum Januar 2017 soll die Gründung einer Trägerstiftung erfolgen, in die der Verkaufserlös einfließt.“

Schulen und Tagesinternat werden weitergeführt

Offen ist noch, ob die ADD als Schulgenehmigungsbehörde der Stiftungsgründung am Jahresanfang zustimmt, weil das sonst nur zu einem Schuljahreswechsel üblich ist. „Wir möchten sicherstellen, dass die Schulen im Geist der Ursulinen weitergeführt werden. Das ist unser Werk, unser Erbe, da hängt unser Herzblut dran.“ Um aber eine klare räumliche Trennung zwischen Eigentum der Landmarken AG und den Schulen zu erreichen, soll hinter dem Sportgelände noch ein Parkplatz angelegt werden. Was auch in der Besetzung mit drei Angestellten und Sr. Agnes bestehen bleibt, ist das Blandinen-Archiv. „Dafür werden wir Räume anmieten.“

Und was auch feststeht: „Dass hier ein geistliches Zentrum bleibt.“ Damit sind nicht nur die Kreuzwegstationen gemeint, die derzeit im Auftrag des Heimatvereins Alt Ahrweiler neu angestrichen werden. Sondern der kleinere Schwesternchor bleibt für Pilger und Gläubige erhalten.

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