Neuer Film von Wolfgang Arends: Im Weinberg an der Ahr lauert das Verbrechen

Neuer Film von Wolfgang Arends : Im Weinberg an der Ahr lauert das Verbrechen

Filmemacher Wolfgang Arends aus Bad Neuenahr-Ahrweiler bringt die Satire „Die Ahr ist ihr Schicksal“ ins Kino. Gedreht wurde vergangenen Sommer. Arends war wieder Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann in einem.

„Vielleicht wird es auch kein Film, sondern ein lustiger Trailer für Ahrtal-Tourismus.“ An sein neues nicht-kommerzielles Projekt pirschte sich Wolfgang Arends im vergangenen Jahr äußerst vorsichtig heran. So zurückhaltend kennt man den kreativen Kreisstädter eigentlich nicht. Doch beim Vorgängerdreh „Kaiserrausch – Deutschland und das Ahrtal auf dem Weg zur Weltgeltung“, lief es einfach nicht rund. Die freiwilligen Mitwirkenden hielten Zusagen zum Schnitt nicht ein oder waren als Laienschauspieler am Set derart locker, dass sie die Nerven des Freizeitfilmers entschieden überstrapazierten.

Indessen dürfen die Fans der Produktionen aus den Goethe 11 Studios aufatmen. Alles hat sich zum Guten gewendet, lässt Arends wissen: „Auch dank eines Beitrags im General-Anzeiger.“ Nach dem Erscheinen sowie Sketchen in sozialen Medien „gab es drei tolle Reaktionen“, sagt Arends: „Ein IT-Experte hat sich gemeldet und schneidet jetzt den Film, ein Pärchen aus Wehr macht mit und ein BKA-Mann hat sich bereit erklärt, aus polizeilicher Sicht zu beraten.“ Richtig gelesen: Es wird wieder einen ausgewachsenen Film geben, den derzeit drei Trailer auf YouTube bewerben.

„Weil der Sommer so warm und lang war, hatten wir 1a-Konditionen zum Drehen“, berichtet Arends. Erneut gibt er den Tausendsassa, zeichnet für Produktion, Drehbuch, Regie und Kamera verantwortlich, übernahm auch das Casting und war rundum zuständig für „Die Ahr ist ihr Schicksal“. So heißt der schrille 70-minütige Neuling.

Er handelt von Ute und Ralf (Ute Schmidt und Ralf Schneider), die vorhaben, beim Wandern die Schönheit des Ahrtals zu genießen. Stattdessen geraten die völlig Unbeteiligten in einen Strudel der Ereignisse. „Sie sind ausgerechnet immer gerade da, wo etwas Schlimmes passiert“, verrät der Filmemacher. Denn die haarsträubende Story will es, dass „ein Wahnsinn dem anderen folgt“. Schreck lass nach – die Weinkönigin wird entführt. Steckt der „Traubenmopser“ dahinter, der am Wegesrand Trauben klaut, oder eine ganz üble Bande, womöglich aufgestachelt durch eine neidische Ex-Burgundia, die keiner Nachfolgerin das Krönchen gönnt? Die martialisch auftretende „Wingert-Police“, eine fiktive Weinbergspolizei, schaltet sich ein und steht vor einem Rätsel. Ihre ureigene Aufgabe ist es, Jagd auf Traubenmopser zu machen. Im Burgundia-Fall aber bietet ein ostfriesischer Profiler seine Hilfe an.

Mit wechselnden Verkehrsmitteln vom Pferd über Segway-E-Roller und Harley bis zum Mercedes-Oldtimer, „ein Eyecatcher“, wie Arends schwärmt, ist die schwer bewaffnete Wingert-Police unterwegs. Die Filmsatire führt durch die Weinberge und über bewaldete Höhen zur Burg Are. Natürlich geht es auch auf und in die Wasser der Ahr, nicht nur für die Ahr-Rafting-Gruppe. Triefend entsteigt den Fluten etwa der Unterwasser-Oberaufseher, alias Gregor Bendel im weißen Hemd, der die Untiefen der Ahr ausmisst. Begegnungen mit schrägen Outlaws sind ebenfalls Bestandteil. Und deutet ein Trailer nicht an, es lebe ein Monster im vermeintlich so friedlichen Tal, wo in Wahrheit die Verbrechen lauern? Zwar steht bereits die Rohfassung des Films, doch seine Fertigstellung verlangt noch einiges an Arbeit.

Premiere: Der neue verrückte Streifen wird am 2. und 3. November erstmals im Kino von Bad Neuenahr zu sehen sein und am 16. und 17. November in der ehemaligen Ahrweiler Synagoge.

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