Ideen von "Ohse Jonge" kommen gut an: Hoffest des Ahrweiler Winzervereins

Ideen von "Ohse Jonge" kommen gut an : Hoffest des Ahrweiler Winzervereins

Die einen expandieren, die anderen machen Schluss: Während das Hoffest des Winzervereins erstmals über drei Tage gefeiert wurde, gab die Oldie-Cover-Band Siegfried Service nach 30 Jahren Präsenz in und um Ahrweiler ihr letztes Konzert.

Für die Premiere beim Hoffest sorgten „Ohse Jonge“, die Nachwuchswinzer der rund 80 Mitglieder starken Genossenschaft. Es gab erstmals einen dritten Festtag mit Angeboten für junge Leute, etwa der „Big Bottle“ Wein mit 1,5 statt 0,75 Liter - für größere Gruppen ideal. Nicht nur dies kam am Freitag zum Auftakt des Festes im Ahrweiler Winzerverein gut an. Auch wurde der Festhof mittels Paletten in verschiedene Bereiche eingeteilt, in denen sich die Weinfreunde zum Small Talk trafen. Discjockey Jan legte auf und gab die Tanzfläche frei. Es wurde ein sehr gut besuchter lockerer Abend bei Pizza und Quiche, unter bunten Lampions – das Rezept von „Ohse Jonge“ ging auf.

Tags darauf kam die etwas ältere Generation zu ihrem Recht. Tommy Geller und seine Formation IPP-Jazz sorgten am Nachmittag für den richtigen Ton, brachten vornehmlich Wanderer oder Urlauber in weinselige Stimmung und sorgten früh für volle Bänke und Tische. Später schien eine Prozession in Richtung Winzerverein zu starten: Von überallher strömten die Menschen, um dem letzten Konzert von Siegfried Service zu lauschen. „Irgendwie passte am Ende niemand mehr in den Hof, so voll war es“, sagte Ulrike Simons. Sie schätzte die Besucherzahl im vierstelligen Bereich ein.

Siegfried Service gaben Vollgas bei diesem letzten Konzert und verabschiedeten sich irgendwann weit nach Mitternacht gewohnt rockig von ihrem Publikum und dem Fanclub, der den Abschied sogar auf T-Shirts verewigt hatte. Bei der Genossenschaft macht man sich derweil Gedanken, wie die Band im kommenden Jahr ersetzt werden kann.

Später Frühschoppen, buntes Familienfest

Nach der langen Partynacht startete der dritte Festtag bewusst etwas später als sonst. Erst am Mittag begann der Frühschoppen mit der Musikvereinigung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit der Verlegung um eine Stunde nach hinten reagierten die Organisatoren auf das Verhalten der Besucher in den Vorjahren: Sie kamen einfach nicht früher, die Musiker spielten vor teils leeren Rängen. Das war nun anders. Die Sonne lockte etliche Gäste an, die sich neben den Weinen des Winzervereins über kulinarische Köstlichkeiten freuen konnten. Jetzt war die Feier zum Familienfest geworden, Kaffee und Kuchen gingen über die Theke, Hüpfburg und Kinderschminken lockten die jüngsten Besucher.

Auch Burgundia Irena Schmitz feierte mit. Am Nachmittag griff Tommy Geller in die Tasten und bescherte einen musikalischen Ausklang. Der war gleichzeitig Einstimmung für die anstehende Lese, die in diesem Jahr wohl um einiges früher beginnen wird. Denn die Trauben färben sich bereits. Noch seien die Aussichten prima, betonte Ulrike Simons und hoffte dabei auf gutes Wetter. Zumindest, bis die Trauben im Keller sind.

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