Handwerk floriert: Die Wirtschaft brummt im Kreis Ahrweiler

Handwerk floriert : Die Wirtschaft brummt im Kreis Ahrweiler

Das Handwerk goldenen Boden hat, ist aktuell im Kreis Ahrweiler zu sehen. Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe im Kreis Ahrweiler sind gut gefüllt.

Das Geschäft im Handwerk brummt, die Auftragsbücher sind voll. Auch wenn die Konjunkturdaten der deutschen Gesamtwirtschaft jüngst nach unten korrigiert wurden, überzeugt das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz und somit auch im Kreis Ahrweiler mit Spitzenwerten und blickt auch voller Optimismus in die Zukunft. Das ergab die neueste Umfrage der Handwerkskammer (HwK) Koblenz.

Von den 2800 befragten Betrieben aus unterschiedlichen Gewerken schätzen aktuell 94 Prozent (Vorjahreswerte: 92 Prozent) ihre Geschäftslage als gut und befriedigend ein. „Die konjunkturelle Entwicklung im Handwerk bleibt auf Wachstumskurs“, so HwK-Präsident Kurt Krautscheid. Auf Wachstumskurs werden wohl auch die zu bezahlenden Handwerkerrechnungen bleiben. In so manchem Gewerk gab es in den vergangenen Jahren Preissteigerungen von mehr als 25 Prozent. Nicht nur die öffentliche Hand bekommt das derzeit zu spüren. Ob Hoch- oder Tiefbau: Es muss erheblich tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Damit die gute Stimmung so bleibe, müssten die Betriebe die Herausforderungen Fachkräftesicherung und Digitalisierung meistern. Großes Problem: Derzeit steigen zwar die Umsätze noch, aber der Fachkräftemangel könnte diese Entwicklung bremsen. Viele Betriebe können offene Stellen nicht oder nur verzögert besetzen.

Über alle Branchen hinweg wird die Geschäftslage mit gut und befriedigend in einer Bandbreite von 82 bis 98 Prozent bewertet. Bei den Bauhandwerken wie Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker, Straßenbauer melden 98 Prozent und bei den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger 95 Prozent eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage.

Bei der Kapazitätsauslastung geben aktuell 82 Prozent der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz an, mindestens zu 70 Prozent ausgelastet zu sein. 89 Prozent der Befragten haben einen höheren oder zumindest konstanten Auftragsbestand. Der Auftragsvorlauf hat sich nach Mitteilung der Handwerkskammer mit 12,7 Wochen nochmals leicht erhöht.

Besonders erfreulich aus Sicht der Handwerkerbetriebe: Die Umsätze sind in 29 Prozent der Betriebe gestiegen, 25 Prozent mussten Einbußen hinnehmen. Das Gros der Betriebe geht von einem weiteren Wachstum aus und erwartet eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Für den Sommer werden Wachstumsimpulse und steigende Auftragszahlen erwartet.

Aktuell sind bei der Handwerkskammer Koblenz rund 19 500 Betriebe eingetragen. In diesen Betrieben arbeiten etwa 107 000 Beschäftigte. Der durch Handwerksbetriebe im Norden des Landes generierte Umsatz liegt bei 12,6 Milliarden Euro.