Ramersbacher Wehr hat Nachwuchssorgen: Die Jugendfeuerwehr ruht

Ramersbacher Wehr hat Nachwuchssorgen : Die Jugendfeuerwehr ruht

Eigentlich sollten beim Waldfest der Feuerwehr Ramersbach Spaß und Unterhaltung im Vordergrund stehen. Doch bei aller guter Laune wurde doch auch ein Problem diskutiert: der Nachwuchsmangel.

Mit großen Schritten steuert die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr aus Ramersbach auf ihr 50. Waldfest an der Florianshütte zu. In zwei Jahren ist es soweit, dann dürfte das Fest ein noch größeres Programm haben. Dieses wurde beim aktuellen Waldfest aber erst einmal gegenüber den letzten Feiern reduziert. „Wir haben bewusst auf die Verpflichtung einer Live-Kapelle für den Samstagabend verzichtet“, so Löschgruppenführer Dennis Molitor.

Der Grund liegt auf der Hand: Die Besucherzahlen und damit der Umsatz haben zuletzt Jahr für Jahr abgenommen. Soll also am Ende noch etwas für die Feuerwehrkasse übrig bleiben, müssen die Kosten reduziert werden. Getanzt werden konnte am Samstag aber dennoch, auch wenn die Musik aus der Konserve kam und vom Wehr eigenen Discjockey gespielt wurde. Dem Fest tat dies keinen Abbruch, dank des lauen Sommerabends, den es bislang in diesem Jahr nicht allzu oft gab, war die große Hütte sehr gut gefüllt. Und zu gewinnen gab es auch noch etwas. Bei der Tombola wurden Hotelgutscheine, weitere Gutscheine örtlicher Unternehmen, Getränke oder aber Brandmelder an glückliche Gewinner verteilt.

Traditionell zünftig wurde es am Sonntagmorgen, als die Musikvereinigung aus dem nahen Niederheckenbach zum Frühschoppen aufspielte. Schmissige Töne der rund zwei Dutzend Musikerinnen und Musiker trieben die Stimmung hoch. Ein Kuchenbuffet am Nachmittag rundete das Waldfest ab. Neben immer noch jeder Menge Ramersbachern, darunter Ortsvorsteher Fritz Langenhorst, konnte Wehrführer Dennis Molitor auch befreundete Kameraden willkommen heißen.

Sehr recht wäre es der Wehr des Ortes, wenn sich der eine oder andere Bürger öfter bei der Feuerwehr sehen ließe, nicht nur beim Waldfest. Für dieses Ehrenamt droht in den kommenden Jahren das Personal knapp zu werden. Zwar ist die Zahl der aktiven Wehrleute im Ort gegenüber dem Vorjahr von 14 auf 16 gestiegen, das hat aber einen hohen Preis gekostet, denn die Ramersbacher Jugendfeuerwehr ruht. „Die Kinder im Ort, die dafür infrage kommen, sind nicht gewillt“, so der Löschgruppenführer. Da aber Dinge wie Ausrüstung und Bekleidung nach wie vor in Ramersbach lagern, ist das Bestreben groß, den Nachwuchs zu aktivieren. Kinder ab neun Jahren können sich mit Dennis Molitor in Verbindung setzen.

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