Kommentar zur Landesgartenschau: Die Chance bitte nutzen

Kommentar zur Landesgartenschau : Die Chance bitte nutzen

Vieles wird sich im Zuge der Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler optisch verändern. Die Stadt und ihre Infrastruktur werden kräftig aufgewertet.

Schließlich werden geschätzte 60 Millionen Euro in die Zukunft investiert. Ob östliche Stadtzufahrt, Bahnhofsgelände, Flächen am Apollinaris-Stadion, Kurparkrandbebauung, Dahliengarten, Wiesen in Bachem: Nichts wird bleiben wie es war. Davor braucht man freilich keine Angst zu haben, denn die Gestaltungspläne für die Zukunft sind äußerst vielversprechend.

Nicht alleine die Stadt wird jedoch all das stemmen können, nicht alleine im Rathaus können die Zukunftsweichen gestellt werden. Gerade diejenigen, die in besonderem Maße von der Landesgartenschau profitieren werden, müssen das Heft des Handels in die Hand nehmen müssen.

Werden die Zimmerstandards in den Hotels ausreichend sein? Wird es überhaupt genügend Zimmer geben? Reicht das Personal, das schon jetzt im Dienstleistungsgewerbe so rar gesät ist, wie Rosen in der Sahara? Wird das Angebotssegment des Einzelhandels neuen Zielgruppen gerecht? Können Restaurants im Schnelltempo ganze Busladungen verköstigen?

Die vom Tourismus (nicht gerade schlecht) lebende Branche ist gut beraten, sich mit diesen Fragen frühzeitig zu beschäftigen. Die Stadt hat ihre ersten Hausaufgaben mit ihrer erfolgreichen Laga-Bewerbung in exzellenter Weise gemacht. Damit wird im Rathaus nun kein Stillstand eintreten. Im Gegenteil: Auf die „Macher“ der Gartenschau kommen wahre Mammutaufgaben zu. Für sie geht es jetzt erst richtig los.

Das sollte auch für die pekuniären Hauptprofiteure der Laga gelten. Für sie eröffnen sich ungeahnte Chancen. Sie müssen nur erkannt, ergriffen und umgesetzt werden.