Bürgermeisterwahl in Bad Neuenahr-Ahrweiler: CDU wirbt schon jetzt für Guido Orthen

Bürgermeisterwahl in Bad Neuenahr-Ahrweiler : CDU wirbt schon jetzt für Guido Orthen

Detlef Odenkirchen bleibt Vorsitzender der Bad Neuenahrer Christdemokraten. Bürgermeister Guido Orthen soll noch einmal antreten.

Detlef Odenkirchen bleibt Vorsitzender der CDU in Bad Neuenahr. Mit 19 Stimmen (bei einer Gegenstimme) wurde der Christdemokrat von der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab es ein Gedenken an den verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Union, Helmut Kohl, den Odenkirchen als „Erbauer des Hauses Europa“ bezeichnete. Die CDU in Bad Neuenahr hat 136 Mitglieder, 20 waren gekommen.

Nie zuvor sei es so wichtig gewesen, sich politisch zu betätigen, meinte der alte und neue Vorsitzende. Europa und die Welt seien im Wandel, die Zeiten seien unsicher. Die USA seien kein Garant mehr für den Frieden in Europa. Auch im kleinen, lokalen Bereich gelte es, wachsam zu sein und Politik in den Ortsverbänden wach zu gestalten. „Demokratie“, so Odenkirchen, „beginnt an der Basis“. Dort werde entschieden, wer in die Parlamente einzieht. Drei Monate vor der Bundestagswahl warb der Bad Neuenahrer CDU-Chef dafür, die Andernacher Architektin Mechthild Heil tatkräftig in ihrem Bemühen zu unterstützen, für eine weitere Legislaturperiode in den Bundestag gewählt zu werden. Odenkirchen: „Nur so bekommt der Kreis Ahrweiler eine kompetente Stimme in Berlin.“

Auch auf kommunaler Ebene stehe man nicht nur wegen der Landesgartenschau vor großen Herausforderungen, die es natürlich auch bereits in der jüngeren Vergangenheit gegeben habe. Odenkirchen nannte in diesem Zusammenhang die „maroden Ahr-Thermen“ und die insolvente Aktiengesellschaft Bad Neuenahr. Die Zukunft der Stadt liege bei Bürgermeister Guido Orthen in bewährten Händen, so der Bad Neuenahrer CDU-Vorsitzende. Im November stehen in der Kreisstadt Bürgermeisterwahlen an, am 19. September wird die Union ihren Kandidaten – Guido Orthen – nominieren.

Neben dem CDU-Kreisvorsitzenden Horst Gies war auch die Wahlkreisabgeordnete Mechthild Heil zur Versammlung der Christdemokraten gekommen. „Wir haben gute Arbeit gemacht“, befand sie rückblickend. Deutschland stehe gut da. Und das solle so bleiben: „Wir wollen, dass es den Menschen auch in Zukunft gutgeht“, so Heil, die einen kurzen Überblick über das Wahlprogramm der CDU zur Bundestagswahl verschaffte: Mehr Polizei, weniger Steuern, mehr innere Sicherheit, bessere Bildung, Unterstützung für Kinder und Familien, Steuererleichterungen und – natürlich – die Abschaffung des Soli: Die Standardversprechungen der politischen Parteien vor Wahlen waren auch Gegenstand der politischen Betrachtungen der CDU-Abgeordneten.

Im Wahlkampf gelte es, vor allem die eigene Klientel zu mobilisieren, Hausbesuche in Vierteln, in denen für die CDU nichts zu holen sei, könne man sich sparen. Damit freilich meinte sie nicht Aktionen wie die der Jungen Union, die an schönen Sommertagen vor Freibädern Sonnenmilch verteilt: „Damit Sie nicht Rot werden.“

In den geschäftsführenden Vorstand der CDU wurden neben Detlef Odenkirchen Klaus Schneider und Jens Hetfleisch-Stephan gewählt. Beisitzer wurden Natalie Braun, Anton Gieraths, Frank Jeub, Gert Kaul, Ulrich Krafft, Aileen Odenkirchen, Hans-Günter Rink und Erich Stadtfeld.

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