36 Meter langer Koloss: Bad Neuenahrer Maibaum steht wie eine Eins

36 Meter langer Koloss : Bad Neuenahrer Maibaum steht wie eine Eins

Der gemeinsame große Maibaum der drei Bad Neuenahrer Bürgergesellschaften aus Wadenheim, Beul und Hemmessen steht. Ein Kran hat den 36 Meter langen Koloss an den Ahr-Thermen festlich in die Höhe gebracht.

Jetzt ragt er wieder in die Höhe, der gemeinsame große Maibaum der drei Bad Neuenahrer Bürgergesellschaften aus Wadenheim, Beul und Hemmessen. Zum dritten Mal stellte die eigens aus Vertretern der drei Gesellschaften gegründete Maibaum-Gesellschaft den Frühlingsboten auf – zum dritten Mal übrigens auf Beuler Territorium, was aber keinen Vertreter der anderen Ortsteile stört. Längst ist das Zusammenwachsen im Gange. Und dennoch hat man eine neue Maibaumposition am „Drei-Stadtteile-Eck“ von Beul, Wadenheim und Hemmessen nicht aus dem Auge verloren.

Zur Landesgartenschau (Laga) 2022 soll es eigentlich soweit sein. Die Laga-Planer haben derzeit aber ganz andere Themen vor der Brust, und daher ruhen diese Planungen noch. Also wurde der Baum zunächst wieder einmal auf Höhe der Ahr-Thermen in der Mittelstraße gestellt. Zuvor hatte die Maibaum GbR um Winfried Angsten das gute Stück im Neuenahrer Wald selbst ausgesucht.

Von dort wurde der 36 Meter lange Koloss zum Aufstellort gebracht und erst einmal geschmückt: mit bunten Fahnen und Bändern und mit einem großen Kranz unter der Spitze, an dem drei Glocken aus Tannengrün die drei Stadtteile darstellen. Differenziert wird da nicht, alles wurde von Mitgliedern aller Gesellschaften erstellt und bunt geschmückt. Ein Kran brachte den Baum am Samstagabend in die Höhe. Mehrere Dutzend Schaulustige verfolgten die Aktion. Dass sich dabei ein Seil um den Stamm verhedderte, sollte auch kein schlechtes Omen sein, im Vordergrund stand einzig und allein die gemeinsame Aktion, die man auch gemeinsam zu feiern wusste.

Dabei begrüßte Angsten unter den rund 200 Gästen auch die Schultesse der drei Bürgergesellschaften mit ihren Vorständen. Für die Stadt verfolgte der Beigeordnete Rudi Frick das Geschehen, auch Pfarrer Friedemann Bach war gekommen, um mit den Neuenahrern auf ihren Maibaum anzustoßen.

Um die jüngsten Gäste kümmerte sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKUJA). Die Besucher feierten bei mäßig warmen Temperaturen bis spät in den Samstagabend hinein. Schnell war die imaginäre Tanzfläche eröffnet, für den richtigen Ton sorgten die „Steiner Zwei“ aus dem Westerwald.