Stadtbefestigung Ahrweiler: Ahrweiler Obertor soll saniert werden

Stadtbefestigung Ahrweiler : Ahrweiler Obertor soll saniert werden

Das Ahrweiler Obertor soll saniert werden. Die Generaldirektion kulturelles Erbe gab grünes Licht für das Vorhaben an der Ahrweiler Stadtbefestigung.

Das Ahrweiler Obertor als Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist im Wortsinne in die Jahre gekommen. Schließlich gehen bauhistorische Untersuchungen von einem Ursprung in den Jahren zwischen 1254 und 1267 aus. Zunächst war der Torturm zur Stadt hin offen, wurde aber durch das Aufsetzen des zweiten Obergeschosses und des Daches 1417 geschlossen. In den folgenden Jahrhunderten erfolgten Erneuerungen und Reparaturen.

Doch der Zahn der Zeit forderte seinen Tribut, machte eine Generalsanierung notwendig. Denn aktuell zeigt das Obertor starke, bis zu acht Zentimeter breite Risse. „Diese sind vorwiegend von innen an der Südostwand und im Gewölbe über der Durchfahrt ersichtlich. In einem schlechten baulichen Zustand sind auch die Einbauteile der Fassade wie Konsolen und Blendbögen sowie die Dacheindeckung“, erläuterte Bürgermeister Guido Orthen am Montag im Hauptausschuss der Kreisstadt, der dem Stadtrat die Planung der Sanierung zur Realisierung empfahl.

Wobei die Generaldirektion kulturelles Erbe (GDKE) als oberste Denkmalschutzbehörde in Rheinland-Pfalz nach mehreren Ortsterminen grünes Licht gegeben hatte. Denn die Sanierung, die mit 386 000 Euro veranschlagt ist, unterliegt strengen Auflagen. Die Stadt rechnet mit einer Landesförderung von bis zu 75 Prozent.

Bei der Sanierung ist vorgesehen, die Fassade mit einem Ankersystems statisch zu sichern, fehlende Steine werden passend zum Bestand ersetzt, loser oder falscher Fugenmörtel wird ausgebaut und durch Fugensaniermörtel ersetzt. Wobei wie schon bei der Sanierung des Ahrtores der Fugensaniermörtel mit dem Institut für Steinkonservierung abgestimmt wird. Die Dacheindeckung wird einschließlich Holzschalung und Schiefereindeckung erneuert. Die Sanierung der Gesimse wird baugleich dem Bestand durchgeführt.

Aktuell werden gemäß der Absprache mit der GDKE ein bauhistorisches Gutachten und die statischen Berechnungen als Grundlage für die Ausschreibungen erstellt. Der Baubeginn ist in Abstimmung mit dem Straßenbau der Oberhutstraße nach Fertigstellung der Pflasterarbeiten in diesem Bereich geplant. Dabei geht die Stadt vom Frühjahr 2020 aus.

„Die Zuwendungsanträge aus Denkmalpflegemittel des Landes und der Aufsichtsdirektion sind angemeldet“, hieß es im Ausschuss. Die Kosten für diese Maßnahme sind im Haushalt 2019/2020 vorgesehen.

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